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Blumen im Oktober: Diese Arten können Sie jetzt säen

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Von: Franziska Irrgeher

Eine Schachbrettblume auf einer Wiese.
Die Schachbrettblume begeistert im Frühling mit ihrer außergewöhnlichen Blüte, gesät wird sie schon im Herbst (Symbolbild). © imago images / blickwinkel

Damit es im nächsten Frühjahr im Garten blüht, müssen Gartenbesitzer früh Blumen aussäen. Ein guter Zeitpunkt ist der Herbst, denn Kaltkeimer brauchen eine Kälteperiode.

München – Meist ist der Oktober eher ungemütlich. Kalt, nass und windig wird es, Gärtner denken dann vor allem an die Vorbereitungen für den Winter und den Frühling. Doch auch im Oktober können noch Blumen gesät werden.

Blumen im Oktober: Diese Arten können Sie jetzt säen

Der Herbst ist die Zeit der Gartenarbeit, der Rasen wird vertikutiert, oftmals ungeliebte Laubbläser kommen aus dem Schuppen und auch Blumenzwiebeln fürs Frühjahr können Gartenfans schon setzen. Aber das ist längst nicht alles. Denn im Oktober ist es keineswegs zu spät, noch Blumen zu säen. Einige geeignete Arten möchten wir im Folgenden vorstellen. (Gartenpflege im Herbst: Ein unordentlicher Garten hilft Tieren)

Blumen im Oktober: Küchenschelle

Die Küchenschelle blüht ab März. Als Kaltkeimer hat sie aber auch kein Problem mit einer Aussaat spät im Jahr, zum Beispiel im Oktober. Dafür brauchen Sie nur Anzuchterde und passende Schalen, Samen, Licht, Wärme und etwas Zeit. Nach dem Säen der Küchenschelle muss ein wenig Erde über die Samen gegeben werden, dann werden sie gegossen und kommen an einen warmen Ort, der sollte um die 20 Grad Celsius haben.

Wie der Name Kaltkeimer schon verrät: Nach etwa vier Wochen müssen die Samen samt Schalen ins Freie, Temperaturen um den Gefrierpunkt sind gut geeignet. Zu schnell sollte es im nächsten Frühjahr dann aber nicht warm werden. Alternativ dürfen die Samen auch in den Kühlschrank und im nächsten Jahr dann nach draußen. (Rasen: In fünf Schritten zur winterfesten Grünfläche)

Blumen im Oktober: Schlüsselblume

Sie braucht ähnliche Bedingungen wie die Küchenschelle und kann ebenfalls schon im Herbst in Anzuchtschalen gesät werden. Ebenso wie die Küchenschelle braucht sie eine Kälteperiode, bis zu acht Wochen mit Temperaturen unter fünf Grad Celsius sollten es schon sein. Schlüsselblumen blühen schon früh im Jahr im März und stellen damit eine erste Nahrungsquelle für Nützlinge wie Hummeln dar.

Blumen im Oktober: Klatschmohn und Kornblumen

Blumen, die man typischerweise in Feldern findet, sind Kornblume und Klatschmohn. Beide Arten können Pflanzenfans im Herbst auch im eigenen Garten aussäen und bekommen damit zugleich eine hübsche Farbmischung im Beet. Auch durch Selbstaussaat verteilt sich die Kornblume schon im Herbst im Garten. Eine Freilandaussaat ist zum Beispiel im September möglich und im Frühjahr sollten die Kornblumen dann vereinzelt (pikiert) werden.

Auch Mohn kann schon im Herbst gesät werden und blüht im nächsten Jahr dann schon früh. Sollte Ihr Boden wenig nährstoffreich sein, können Sie Kompost beimischen. (Schlafmohn: Deshalb brauchen Sie eine Genehmigung für den Anbau)

Blumen im Oktober: Christrose

Die typischen Winterblumen zählen zu den Lichtkeimern, daher sollten Gartenfans sie bei der Aussaat im Herbst nur minimal mit Erde bestreuen, wenig gießen, denn zu nass darf es nicht werden. Auch diese Samen brauchen zum Keime eine Kälteperiode. Nach der Samenernte im Sommer ist der Herbst daher ein idealer Zeitpunkt für die Aussaat und eine gute Alternative zum Kauf teurer Pflanzen.

Blumen im Oktober: Schachbrettblume

Ein weiterer Kaltkeimer ist die Schachbrettblume. Vor allem aufgrund des außergewöhnlichen Musters ihrer Blüten betören die Blumen Gartenfans im Frühjahr. Die Samen können entweder direkt im Freiland gesät werden oder kommen zuerst in den Kühlschrank. In jedem Fall brauchen sie eine Kälteperiode von mindestens vier Wochen.

Blumen im Oktober: Bodenbesschaffenheit und Schutz vor Vögeln

Egal welche Blume Sie aussäen möchten: Der Boden sollte zuvor gut gelockert werden, gegebenenfalls kann Kompost bei der Aussaat untergemischt werden. Nach der Saat im Herbst schützen Sie vor allem Samen, die nur leicht mit Erde bedeckt sind vor Vögeln. Das klappt zum Beispiel mit einem engmaschigen Draht gut. Ungeduldige Gärtner können alternativ zu den Samen auch Blumenzwiebeln oder Pflanzen kaufen und in die Erde setzen. (Blumenzwiebeln im Herbst: Wann der beste Zeitpunkt ist und wie sie gesteckt werden müssen)

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