Eine Person bearbeitet ein Blumenbeet mit einer Schere.
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Blumenbeete brauchen sehr viel Pflege, um zu gedeihen.

Günstige Düngemittel

Blumenbeet düngen: Das ist der optimale Zeitpunkt und – wie Sie mit Hausmitteln Geld sparen

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Damit Blumen richtig gedeihen können, müssen Sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Das geht mit Pflanzendünger – oder günstigen Hausmitteln. 

  • Blumen brauchen viele Nährstoffe, um gut wachsen zu können
  • Allerdings müssen Sie im Frühjahr anders düngen als im Herbst
  • Mit fünf Hausmitteln lassen sich teure Pflanzendünger ersetzen

München – Mit regelmäßigem Gießen ist es nicht getan – Blumen, Gemüse und Kräuter im Gartenbeet müssen auch gedüngt werden. Schließlich hält das den Boden fruchtbar und sorgt dafür, dass die Pflanzen ausreichend mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden. 

Blumen und Pflanzen düngen: Das ist der beste Dünger für Balkonpflanzen

Mit der Folge, dass Letztere nicht nur gesund und schnell wachsen, sondern auch prächtig blühen und/oder die Ernte üppig ausfällt. Doch bevor Sie einen x-beliebigen Dünger im Gartencenter kaufen, sollten Sie allerdings zuerst einmal das Beet genau begutachten. 

Schließlich ist es ratsam, erst zu wissen, wie es um Ihren Gartenboden bestellt ist. Zudem benötigen nicht alle Pflanzen die gleichen Nährstoffe oder in der gleichen Menge.

Kübelpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse brauchen hingegen wegen des geringen Wurzelraums regelmäßig Dünger. Dasselbe gilt für (einjährige) Balkonpflanzen. Diese sollten nicht nur mit Flüssigdünger, sondern auch mit Düngerkegeln versorgt werden.

Dabei handelt es sich um zu Kegeln gepresste Mineraldünger-Kügelchen, die von einer Harzhülle umgeben sind. Sie setzen die Nährstoffe im Substrat langsam über einen längeren Zeitraum frei.

Beet- und Balkonpflanzen: Wann Sie was zu welcher Zeit düngen sollten

Generell sollten Sie Beet- und Balkonpflanzen gleich nach dem Pflanzen düngen. Direkt nach dem Einpflanzen brauchen sie schließlich Nährstoffe. Da Pflanzen nur während der Wachstumsphasen Dünger aufnehmen können, beginnen Sie damit am besten im Frühjahr und im Sommer.

Gartenexperten raten beim Einpflanzen zu einem Stickstoffdünger sowie eine Kompostgabe, Hornspäne oder andere organische Dünger. Letztere ist nicht nur als Startdüngung, sondern auch als Langzeitdünger optimal. Blühpflanzen brauchen im Frühjahr und Sommer hingegen Phosphatdünger. Das fördert die Knospenbildung der Beet- und Balkonpflanzen.

Nach ein paar Wochen sollten Sie für Nachschub sorgen, wie der Zentralverband Gartenbau in Bonn erklärt, dessen erster Präsident (1948-1968) der bekannte deutsche Politiker Ernst Schröder (83, †1976) war. Verwenden Sie keine Düngerkegel, sondern lediglich Flüssigdünger, sollten Sie diesen ab Juni einsetzen.

Wiederholen Sie den Düngevorgang über den Sommer am besten einmal pro Monat. Im Herbst sollten Sie nur noch mit Kalium düngen, um die Zellwände der Blumen und Pflanzen zu stärken.

Die Höhe der Düngergaben ist allerdings von der Bodenbeschaffenheit abhängig, weshalb eine Bodenanalyse vor dem Düngen unabdingbar ist. Im Winter sollten Sie den Gartenboden besser in Ruhe lassen – Düngemittel stellen dann nur eine unnötige Belastung der Böden und des Grundwassers dar.

Gemüse, Rosen & Co.: Diese fünf Hausmittel sind besonders günstig und effektiv

Doch Pflanzendünger muss nicht teuer sein. Hausmittel sind eine kostengünstige Alternative, die viele bereits zu Hause haben. Diese führen den Blumen und Pflanzen die entzogenen Nährstoffe wieder zu. Ansonsten verfärben sich die Blätter allmählich hell, das Laub der Gewächse rollt sich zusammen und vertrocknet sogar.

Um einen wirksamen organischen Pflanzendünger selbst herzustellen, muss er vor allem drei Mineralstoffe enthalten: Stickstoff, Kalium und Phosphor. Täglich fallen im Haushalt ökologisch abbaubare Reste an, die genau diese „Zutaten“ enthalten und schließlich auf dem Kompost landen.

Neben dem klassischen Kaffeesatz sind das auch Reste von Tee und Bananenschalen, die Sie als Blumendünger verwenden können. Haben Sie Kartoffeln gekocht, schütten Sie das Wasser nicht weg. Schließlich ist dieses ebenfalls reich an Nährstoffen. Lassen Sie es stattdessen abkühlen und gießen Sie einmal in der Woche die Zimmer- und Gartenpflanzen damit.

Ein weiteres Hausmittel ist ein Sud aus Brennnesseln. Legen Sie hierfür die Blätter in einen großen Bottich und gießen Sie ihn mit ausreichend Regenwasser auf. Dieser Sud versorgt die Gewächse im Garten schließlich mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, da Brennnesseln besonders reich an Stickstoff sind. Verdünnen Sie den Sud zudem, können Sie ihn abschließend auch als Mittel gegen Schädlinge und Pilzerreger einsetzen.

Rosen sind dagegen delikater zu behandeln. Echte Fans verwenden daher im Frühjahr zum Düngen am liebsten gut abgelagerten Rindermist. Er enthält zwei Prozent Stickstoff, etwas weniger Phosphat und zwei Prozent Kalium sowie verschiedene Spurenelemente. Damit besitzt er die optimale Nährstoffzusammensetzung für Rosen. 

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