Schutz und Nahrung

Blühende Hecken: Das sind die schönsten Pflanzen dafür

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Hecken sind meist grün und schlicht gehalten. Setzen Sie stattdessen doch Akzente mit blühenden Hecken. Die sehen nicht nur schön aus, sie helfen auch Insekten und duften toll.

München – Der ideale Pflanzzeitpunkt für Hecken ist zwar der Herbst, doch auch im Frühjahr können sie gesetzt werden. Bei der Wahl der Hecke treffen Gartenfans eine Entscheidung für viele Jahre. Der Trend geht klar hin zum Insektenschutz und den können Sie auch bei der heimischen Hecke mit blühenden Hecken leicht umsetzen.

Blühende Hecken: Das sind die schönsten Exemplare

Egal ob als Abgrenzung des Grundstücks, als Sichtschutz für die Terrasse oder als Zaun innerhalb des Grundstücks – Hecken begleiten uns im Garten. Die Wahl fällt oft schwer, vor allem als Sichtschutz eignen sich Pflanzen wie Thuja oder Zypresse. Doch gerade Thuja-Hecken sind für Insekten oder Vögel kaum von Wert.

Eine ganz andere Richtung können Gärtnerinnen und Gärtner dagegen mit blühenden Hecken einschlagen. Das sind Laubgehölze, die im Frühjahr oder Sommer blühen und teils duften. Sie haben sogar die Wahl zwischen einer Hecke aus nur einer Pflanzenart oder verschiedenen Pflanzen. Viele Anbieter liefern inzwischen sogar Sets nach Tierart oder Vorlieben unterteilt, sodass die Wahl leichter fällt.

Das sind beispielsweise schöne Pflanzen für blühende Hecken:

  • Berberitze: Als Ersatz für den Buchs dient beispielsweise die Buchsblättrige Berberitze. Insekten finden an ihr Nahrung, im Herbst fressen Vögel außerdem die Beeren. Mit ihren Dornen ist die Berberitze außerdem ein guter Rücklzugsort für die Tiere. Menschen dürfen sich vor allem über die hübschen, gelben Blüten freuen.
  • Blasenspiere: Die Blasenspiere überzeugt mit dunklem Laub und sich davon absetzenden, weißen, doldenförmigen Blüten. Bienen freuen sich ebenso wie wir über die Blüten.
  • Blut-Johannisbeere: Eine recht bekannte Pflanze ist die Blut-Johannisbeere. Sie ist robust und bildet hübsche, rötliche Blüten, die auch Insekten anziehen. Für Menschen haben die Früchte dieser Pflanze zwar keinen Wert, Vögel naschen sie aber ganz gerne.
  • Chinesischer Flieder: Ein besonders schönes Exemplar ist der Chinesische Flieder mit seinen violetten Blüten und deren Duft. Pflegeleicht ist er zudem.
  • Duftjasmin: Auch Pfeifenstrauch oder Bauernjasmin genannt. Seinem Namen macht er mit dem Duft alle Ehre, die Blüten sind weiß. Auch der Duftjasmin ist für Insekten wichtig.
  • Forsythie: Hübsch anzusehen und die Blüten zeigen den richtigen Zeitpunkt für den Rosen-Schnitt an. Für Insekten ist die Forsythie mit einer Ausnahme aber wertlos. Dennoch ist eine Forsythie eine langlebige und sehr robuste sowie pflegeleichte Heckenpflanze.
  • Garteneibisch: Der Gartenhibiskus besticht mit großen, filigranen Blüten bei Mensch und Insekt. So schön die Blütenpracht auch ist, so viel Arbeit macht sie leider. Hibiskusblüten halten meist nur einen Tag, ehe sie sich wieder schließen und abfallen. Auf dem Boden ergibt das schnell eine matschige Masse, die regelmäßig entsorgt werden sollte (oder in der Hecke liegen bleibt). Ansonsten ist der Hibiskus aber überaus robust und pflegeleicht. Es gibt ihn in vielen Farben.
  • Kornelkirsche: Vogelnährgehölz und Insektenweide. Wer Vögel und Bienen in den Garten locken will, sollte auf die Kornelkirsche setzen. Ganz uneigennützig sind Gartenbesitzer dabei auch nicht, denn die hübschen, gelben Blüten haben zudem einen Zierwert und sind eine gute Alternative zur Forsythie, wenn es gelb sein soll.
  • Kupfer-Felsenbirne: Vogelnährgehölz und Insektenweide. Abgesehen davon punktet diese Pflanze mit atemberaubenden weißen Blüten und einer hübschen Herbstfärbung.
  • Rose: Auch Wildrosen sind gute, blühende Heckenpflanzen. Sie bilden mit den Jahren dichte Hecken, die aber etwas unordentlicher als Büsche aussehen können. Auch klein bleibende Rosensträucher sind geeignet. Bis der Sichtschutz mit Rosen aber so dicht ist wie bei Büschen, wird es wohl etwas dauern. Dafür können nicht nur Insekten und Vögel Blüten und Hagebutten nutzen, sondern auch wir in der Küche.
  • Schwarzdorn: Auch als Schlehe oder Schlehdorn bekannt, bietet diese Pflanze hübsche, weiße Blüten und später bei Vögeln beliebte Früchte. Insekten freuen sich über den Schwarzdorn ebenso wie der Pflanzenfreund, denn die blühenden Hecken sind wirklich eine Augenweide.
  • Schwarzer Holunder: Holunder darf eigentlich in keinem Garten fehlen. Verwendbar sind Blüten und Beeren und Insekten wie auch Vögel mögen die Pflanze.
  • Weißdorn: Vogelnährgehölz und Insektenweide. Der Weißdorn hat hübsche, weiße Blüten, die ein wenig an Apfelblüten erinnern. Später trägt er leuchtend rote Früchte.

Außerdem beliebt sind etwa Weigelie, Kolkwitzie oder Fingerstrauch. Pflanzenfans sollten nicht nur nach Optik entscheiden, sondern sich auch vorab überlegen, wie hoch die Hecke werden soll. Manche Pflanzen bleiben eher klein, andere dagegen benötigen öfter Rückschnitte. Ob Insektennahrung, Vogelschutzhecke oder einfach nur zur Zierde: Blühende Hecken verwandeln Ihren Garten für mehrere Wochen jährlich in ein Blütenmeer und punkten teils mit toller Herbstfärbung.

Wer es natürlicher mag, sollte auf heimische Pflanzen und ungefüllte Blüten setzen. Zu bedenken sind einzig die jeweiligen Krankheiten sowie der richtige Standort. Komplett im Schatten fühlen sich die wenigsten Pflanzen wohl. Und auch wenn Sie bereits eine Gartenmauer haben, kann auch diese noch mit Efeu oder Rosen begrünt werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO / blickwinkel

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