Gegen den Magnesiummangel

Bittersalz im Garten: Folgende Pflanzen vertragen den Dünger

  • Stephanie Drewing
    vonStephanie Drewing
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Bittersalz ist ein ganz spezieller Pflanzendünger. Hier finden Sie Tipps, wie und für welche Pflanzen Sie den Dünger im Garten einsetzen können.

München – Nach den langen Wintermonaten erwacht der Garten im Frühjahr wieder zu neuem Leben. Zur besseren Unterstützung für einen gelungenen Start in die Wachstumsphase können Gärtnerinnen und Gärtner mit Bittersalz düngen. Dies ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Magnesiumsulfat-Heptahydrat. Bittersalz ist ein synthetisch gewonnener Dünger, der vor allem Pflanzen bei Magnesiummangel hilft. Es ist geruchsneutral und wasserlöslich.

Bittersalz im Garten: Folgende Pflanzen vertragen den Dünger

Unter Magnesiummangel leiden vor allem Tannen, Kiefern, Fichten, Thuja und andere Nadelgehölze, die auf saurem Sandboden wachsen. Der Mangel wird sichtbar durch folgende Anzeichen:

  • kümmerlicher Wuchs
  • anfällig für Krankheiten
  • Nadeln verfärben sich von der Spitze beginnend bis zum Ansatz zunächst cremeweiß bis gelb, später braun

Aber auch Laubbäume können unter Magnesiummangel leiden. Hier verfärben sich die Blätter entlang der Mittelrippe und die Blattadern bleiben grün. Manche Gemüsepflanzen wie Kohl verfärben sich bei Mangel von Magnesium ebenfalls und zeigen dabei rote Verfärbungen auf den Blättern.

Bittersalz im Garten: So hilft der Dünger den Pflanzen

Magnesium zählt zu den wichtigsten Stoffen, die Pflanzen benötigen. Gerade für die Fotosynthese und der Blattgrünbildung darf Magnesium auf keinen Fall fehlen. Durch das Bittersalz können Pflanzen schnell Magnesium aufnehmen. Außerdem senkt Bittersalz den pH-Wert von sauren Böden.

Bittersalz im Garten: So verwenden Sie den Dünger

Bittersalz gibt es als Festdünger in Körnerform oder als Flüssigdünger. Vor dem Einsatz sollten Gärtnerinnen und Gärtner auf jeden Fall prüfen, welchen Boden sie im Garten haben. Bei der Bestimmung helfen Zeigerpflanzen.

Um Magnesiummangel vorzubeugen, sollte einmal jährlich Bittersalz gedüngt werden. Bei leichten Sand-Böden müssen Gartenfreunde manchmal im Sommer noch einmal nachdüngen. Hier reicht zweimaliges Düngen von etwa 30 Gramm pro Quadratmeter. Bei schweren Böden wird einmalig 30 bis 50 Gramm pro Quadratmeter empfohlen. Der beste Zeitpunkt dafür ist im April.

Verwenden Sie pures Salz und streuen Sie es direkt auf den Boden. Danach können Sie es mit einer Hacke einarbeiten. Falls Sie das Bittersalz über das Gießwasser dem Boden zugeben, achten Sie auf die Dosierungshinweise der Hersteller. Gießen Sie das Wasser mit dem Dünger rund um die Pflanzen herum auf den Boden.

Bittersalz im Garten: Folgende Pflanzen freuen sich über mehr Magnesium

Diese Pflanzen freuen sich über eine jährliche Düngung im Frühjahr mit Bittersalz:

Aber auch der Rasen im Garten kann an einem Mangel von Magnesium leiden.* Um den Mangel vorzubeugen, wird im Frühjahr und im Herbst eine Düngung empfohlen. Gärtnerinnen und Gärten sollten darauf achten, Bittersalz niemals direkt auf die Wurzeln der Pflanzen zu geben. Falls nicht ausreichend gewässert wird oder die Sonne scheint, kann das Salz die Wurzeln beschädigen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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