Standort, Bodenbeschaffenheit und mehr

Birnbaum: So bekommen Sie eine reiche Ernte

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Damit der Birnbaum Früchte trägt, müssen Gärtner einiges beim Pflanzen und der Pflege beachten. Aber selbst bei falscher Pflege ist noch nicht alles verloren.

Leipzig – Birnen gehören neben Äpfeln zu beliebtem Obst in Deutschland. Doch außerhalb der Saison bekommen Obstfreunde sie nur schwer und selbst dann entsprechen Birnen aus dem Supermarkt meist nicht den Erwartungen. Sie können daher einfach einen eigenen Birnbaum im Garten pflanzen und mit der richtigen Pflege bald eigenen Birnen ernten. Dabei gibt es aber einige Punkte zu beachten.

Birnbaum: Auf den Standort kommt es an

Ganz einfach sind Birnbäume nicht und stellen gewissen Ansprüche an ihren Standort. Birnbäume mögen keine Staunässe, außerdem brauchen sie einen windgeschützten und warmen Standort, so der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Beliebt sind daher Birnen als Spalierbäume. Hierbei wird der Baum an einer Wand gepflanzt und an einem Gitter oder Gestell, einem sogenannten Spalier befestigt.

Hobbygärtner profitieren dabei von bereits vorgeformten Bäumen. Einen normalen Birnbaum zum Spalierbaum zu erziehen, bedarf einiger Kenntnisse. Vorteile von Spalierobst sind zum Beispiel die besseren Lichtverhältnisse für einzelne Früchte, geringere Spätfrostgefahr und an Südwänden eine potenziell bessere Bestäubungsrate.

Birnen sind allgemein anfälliger für Frost als Apfelbäume, dafür vertragen sie Trockenheit besser, so der MDR. Der Boden sollte für Birnen mittelschwer, nährstoffreich und möglichst gleichmäßig feucht sein. Da Birnen eine zweite Pflanze zum Befruchten brauchen, sind zudem entweder zwei Bäume nötig oder ein veredelter Baum, der zwei Sorten vereint.

Birnbaum: Die richtige Pflege begünstigt eine erfolgreiche Ernte

Auch ein Birnbaum will gepflegt werden. So müssen Sie ihre jungen Bäume zum Beispiel nach der Pflanzung unbedingt eingießen und auch danach regelmäßig wässern. Außerdem mögen Birnbäume Mulch und Stickstoffdünger. Der Dünger wird im Frühling ausgebracht. Ein Kalkanstrich kann den Baum außerdem vor Rissen und damit Infektionen schützen, zudem dient er als Frostschutz.

Oft beobachtet an Birnbäumen: Rostfarbene Flecken auf den Blättern – besser bekannt als Birnengitterrost. Übertragen wird er von Wacholder, der in der Nähe wächst und ebenfalls anfällig für den Pilz ist. Ob der Birnengitterrost nun größeren Schaden anrichtet, darüber besteht Uneinigkeit. Ist der Befall aber ausgeprägter, leidet auch die Ernte darunter. Deshalb entfernen Gärtner befallenes Laub im Herbst im Rahmen der Gartenpflege und verzichten darauf, Wacholder zu pflanzen. Da sich der Birnengitterrost aber auch von den Nachbargärten verbreiten kann, empfiehlt der MDR zum Beispiel einen Sud aus Ackerschachtelhalm gegen die Krankheit, damit werden die Blätter besprüht.

Stimmen Standort und Pflege, steht einem reichen Ertrag nichts mehr im Wege. Wenn Ihr Baum nicht immer Früchte trägt, kann das auch an der sogenannten Alternanz liegen, mit dem richtigen Schnitt nach der Blüte können Gartenfans dem aber noch etwas entgegenwirken. Nach der Ernte sind Birnen nicht besonders lagerfähig und sollten daher schnell gegessen oder verarbeitet werden, zum Beispiel zu einer Birnen-Apfel-Konfitüre oder als überbackene Birnen mit Roggenkruste.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa-tmn

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