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Bergenie als Schattenpflanze: Deswegen wächst die Blume auch mit wenig Sonne

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind zahlreiche rosafarbene Blüten der Bergenie an einem Ast (Symbolbild).
Eine blühende Bergenie im Frühjahr (Symbolbild). © IMAGO / Metodi Popow

Bergenien sind wintergrüne Stauden, die im Frühjahr schon früh ihre prächtigen Blüten zeigen. Beim Standort ist sie wenig wählerisch und verträgt auch späten Frost im Mai gut.

Oldenburg – Bergenien überzeugen mit ihren rosafarbenen, roten, pinken oder weißen Blüten. Als Staude braucht sie lediglich ein wenig Zeit zum Wachsen, ist ansonsten aber pflegeleicht. Sie ist winterhart und mehrjährig und gedeiht sogar an schattigen Gartenplätzen gut. Dort trägt sie dann zwar weniger Blüten, geht aber keinesfalls ein.

Bergenie als Schattenpflanze: Deswegen wächst die Blume auch mit wenig Sonne

Die Bergenie (Bergenia) stammt ursprünglich aus Russland und gehört zu Familie der Steinbrechgewächse. Sie kann eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern erreichen und zeichnet sich neben ihren imposanten Blüten durch ledrig grüne Blätter aus. Die Gattung Bergenia zählt je nach zugrunde gelegten Kriterien acht bis zwölf Arten wie zum Beispiel:

Besonders die Kaschmir-Bergenie eignet sich für Pflanzungen im Schatten. Sie stammt ursprünglich aus Regionen wie Südwestnepal oder Südkaschmir und wächst dort in schattigen Waldgebieten. Daher sollten Gartenfreunde sich besonders Bergenien dieser Art auf die Liste schreiben, wenn sie für ein schattiges Plätzchen im Garten noch eine Pflanze suchen.

Bergenie als Schattenpflanze: So müssen Sie die Bergenie pflegen

Die Einsatzgebiete der Bergenie sind zahlreich. Ob auf dem Balkon als Kübelpflanze, im Beet als Unterpflanzung oder im Steingarten in eher kargerer Umgebung – die Bergenie fühlt sich an allen Orten wohl. Die Hauptblütezeit ist von April bis Mai, manche Arten blühen aber mit etwas Glück und der richtigen Pflege auch im Herbst noch mal. Neben der beeindruckenden Blüten sind aber auch die Blätter der Bergenien vorzeigbar, denn sie wechseln im Laufe des Jahres die Farben und strahlen dann in Rot und Violett. Es lohnt sich also, die Bergenie zu pflanzen, denn auch wenn die Blüte vorbei ist, schmückt sie den Garten oder Balkon weiterhin.

An den Boden hat die Pflanze keine großen Ansprüche, nur zu lehmhaltig und schwer sollte er nicht sein. Ist der Boden eher nährstoffarm, entwickelt sich in den Blättern eine kräftigere Farbe zum Jahresende. Auf humusreichem und frischem Boden gedeihen die Pflanzen jedoch gesünder. Der beste Pflanzzeitpunkt ist im Frühjahr, wenn die meisten Nachtfröste schon vorüber sind. Sind die Blüten verblüht, können Gärtnerinnen und Gärtner die Blütenstände abschneiden. Ansonsten braucht die Pflanze keinen Rückschnitt. Wollen Pflanzenfans eine zu starke Ausbreitung der rhizombildenden Staude vermeiden, übersteht die Bergenie auch einen radikalen Rückschnitt im Herbst.

Bergenie als Schattenpflanze: So wertet die Staude den Garten auf

Im Garten lassen sich Bergenien als tolles Gestaltungselement nutzen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen empfiehlt, sich einen halbschattigen Ort zu suchen und dort Bergenien in Gruppen zu pflanzen. Pro Pflanze sollten Gartenfreunde etwa fünf Quadratmeter Platz einplanen.

Auch in Reihen ist eine Pflanzung möglich, zumal sie die Bergenie mit den Jahren auch schnell über ihre Rhizome selbst vermehrt. Wer noch die perfekte Beeteinfassung sucht, kann sich ebenfalls unter den Bergenien umsehen, denn nebeneinander aufgereiht trennen sie Rasen klar vom Beet. Selbiges gilt für die Bepflanzung von Teichrändern und den Fuß von Trockenmauern. Besonders schön zur Geltung kommen sie neben Glockenblumen, Lungenkraut und Elfenblume. Neben dem Garten nutzen viele Pflanzenfans die Bergenie auch als Grabbepflanzung.

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