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Beerensträucher mulchen: Darum ist es jetzt so wichtig, dass Sie die Wurzeln schützen

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Von: Jasmin Pospiech

Erdbeerstrauch in Stroh und mit Folie bedeckt. (Symbolbild)
Erdbeersträucher fühlen sich auf einem Bett aus Stroh pudelwohl. (Symbolbild) © imago images / Countrypixel

Damit sie auch nächstes Jahr wieder saftige Erdbeeren, Himbeeren & Co. ernten können, sollten Sie bereits jetzt deren Wurzeln zum Schutz mulchen.

München – Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren oder Johannisbeeren: Die saftigen Früchtchen schmecken nicht nur lecker, sondern sind auch sehr gesund. Damit sie jedes Jahr aufs neue im eigenen Garten ab Frühsommer für eine reiche Ernte sorgen, müssen ihre Sträucher allerdings auch ganzjährig gepflegt werden.

Beerensträucher mulchen: Darum ist es im Herbst so wichtig, dass Sie die Wurzeln schützen

Schließlich mögen es Beerensträucher am liebsten feucht und humos. Dementsprechend sollten Sie auch den Boden regelmäßig mulchen. Die erste Mulchschicht sollten Sie idealerweise bereits nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ausbringen, zusammen mit etwas Kompost. in Form von zum Beispiel organischem Beerendünger.

Finden Sie etwas Unkraut rund um die Beerensträucher, sollten Sie dieses sogleich entfernen. Anschließend verteilen Sie den Mulch etwa fünf Zentimeter hoch um die Pflanzen. Es empfiehlt sich, im Herbst nochmal nachzumulchen. Am besten eignen sich hierzu:

Um das Überwuchern mit Kräutern – dabei besonders Giersch und Schafgarbe – zu verringern, liegt unter der Mulchschicht im besten Falle zusätzlich Pappe beziehungsweise Zeitungspapier aus.

Beerensträucher mulchen: Wie Sie Rindenmulch und Stroh richtig verwenden

Übrigens: Wer Rindenmulch für das Mulchen von Beerensträuchern einsetzen möchte, sollte sich das gut überlegen. Zerhäckselte, unfermentierte Baumrinde bindet schließlich Stickstoff in der Erde. Das gilt übrigens auch für Stroh. Am besten Sie streuen in diesem Falle also vor dem Mulchen noch etwas Hornspäne aus, um dem Stickstoffverlust im Boden entgegenzuwirken.

Wollen Sie dagegen Grasschnitt verwenden, sollten Sie darauf achten, dass es von Unkraut befreit ist, damit dieses nicht im Beerenbeet keimt und bereits leicht angetrocknet ist. Verteilen Sie es ebenfalls locker maximal fünf Zentimeter hoch rund um die Beerensträucher. (Gartengestaltung: Diese fünf Fehler machen Sie sicher auch – doch das kostet viel Zeit und Geld)

Zudem sollten Sie den Grasschnitt regelmäßig erneuern beziehungsweise das Gras vor dem Mulchen mit gehäckseltem Strauchschnitt mischen, damit es luftiger wird und so eine bessere Zirkulation stattfindet. Doch auch bei letzteren ist es ratsam, darauf zu achten, dass sich darunter nicht kranke Pflanzenteile befinden. (Diese kranken Pflanzen dürfen auf den Kompost – unter einer Bedingung)

Beerensträucher mulchen für eine reiche Ernte im Frühjahr

Der Mulch sorgt dafür, dass die Beerensträucher, deren Wurzeln sich meist direkt beziehungsweise flach unter der Erdoberfläche befinden, im Sommer vor zu großer Trockenheit und in der kalten Jahreszeit vor Wind, Kälte und Frost geschützt werden.

Die Mulchschicht verhindert, dass die Feuchtigkeit im Boden schnell verdunstet und schützt ihn zudem auch vor Erosion durch Regen oder gängigen Bodenpflegearbeiten wie Hacken. Gleichzeitig hält der Mulch Nährstoffe im Boden und erhöht dadurch dessen Speicherfähigkeit. Ein weiterer Pluspunkt: Aufgrund der Mulchschicht hat Unkraut keine Chance, sich zu verbreiten und Sie müssen am Ende weniger jäten.

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