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Kleine Bäume: Diese Exemplare passen garantiert in jeden Garten

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind die dunkelvioletten Blätter eines Feuerahorns vor einer grünen Hecke (Symbolbild).
Ein Feuerahorn erreicht eine maximale Höhe von sieben Metern (Symbolbild). © H.-R. Mueller / Imago

Kleine Bäume schaffen es, auch auf wenig Platz einen guten Eindruck zu machen. Dabei muss der Baum aber dem Standort entsprechend ausgewählt sein.

Veitshöchheim – Es muss nicht immer groß sein, denn auch ein kleiner Garten bietet Platz zum Entspannen und lässt Raum zum Anbauen von Gemüse und Obst. Natürlich müssen sich Gärtnerinnen und Gärtner mit etwas weniger Platz Lösungen überlegen, die nicht so viel Raum einnehmen, doch auch auf Laubbäume müssen sie beispielsweise nicht verzichten. Entscheidend ist es dabei, den Baum auf seinen zukünftigen Standort abzustimmen.

Kleine Bäume: Diese Exemplare passen garantiert in jeden Garten

Besonders in urbanen Gegenden ist es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, große Grundstücke zu erwerben. Deswegen muss es in vielen Fällen auch ein kleinerer Garten tun. Doch das Manko lässt sich schnell zu etwas Gutem umwandeln, denn auch für den kleinsten Raum gibt es passende Bäume und Sträucher. Möchten Gärtnerinnen und Gärtner auf einen Laubbaum nicht verzichten, sollten sie jedoch ein paar Dinge beachten.

So empfiehlt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) ein strategisches Vorgehen. Als Erstes müssen Gartenfreunde den zukünftigen Standort genau unter die Lupe nehmen. Wichtig dabei ist, dass ein Gleichgewicht zwischen Baum und Standort besteht. Das bedeutet zum einen, dass Gärtnerinnen und Gärtner den Standort nicht künstlich präparieren und dann einen Baum daraufsetzten, sondern den Baum direkt so auswählen, dass er zum ursprünglichen Standort passt. Zum anderen heißt es aber auch, dass sich Gartenfreunde damit arrangieren müssen, nicht immer das Maximale an Zuwachs oder Fruchtertrag aus dem Baum herauszuholen. Es gibt durchaus Jahre, in denen aufgrund der Witterung auch der Baum mal nicht so viel liefert, wie sich seine Besitzer vielleicht wünschen.

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Kleine Bäume: Entwicklung und Blattschmuck bedenken

Nicht zu vergessen ist, dass Jungbäume in der Baumschule meist noch klein und zierlich aussehen. Ihre Krone wächst jedoch in den folgenden Jahren meist stark heran und bereitet dann Probleme wie starken Schatten, viel Laubabwurf und Platzkampf mit anderen Pflanzen.

Neben Standort und Wachstum ist auch das allgemeine Aussehen der Bäume zu beachten. Denn Laubbäume mit buntem Laub wollen richtig in Szene gesetzt sein. So bietet es sich laut LWG an, diese Bäume als Solitärbäume zu pflanzen. Das bedeutet, dass sie ein einem einzelnen Platz stehen und so besser zur Geltung kommen. Außerdem eignen sich beispielsweise gelblaubige Bäume gut vor dunkelgrünen Tannen – so entsteht ein Kontrast, der jede Pflanze gut zum Vorschein kommen lässt.

Kleine Bäume: Standort warm und trocken

Die Auswahl an kleinen Bäumen ist größer als viele Gartenfreunde denken. Das verdeutlicht folgendes Beispiel: Für einen kleinen Garten, der Pflanzen einen warmen und trockenen Standort bietet, eignen sich laut LWG folgende kleine Bäume besonders gut:

Besonders der Gewöhnliche Judasbaum bringt Abwechslung in kleine Gärten, denn er trägt nicht nur wunderschöne, rosafarbene Blüten, sondern trägt diese Blüten auch direkt am Stamm. Es liegt also eine sogenannte Kauliflorie vor. Außerdem ist er sehr robust und hat fast nie Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten. Die LWG empfiehlt besonders Jungbäume noch vor Frost zu schützen, bei älteren Exemplaren ist das nicht mehr nötig.

Die aus Kleinasien stammende Blumen-Esche ist ebenfalls ein Überlebenskünstler, wenn es um heiße, trockene Sommer geht. Zudem verströmen ihre Blüten einen leichten Duft, der den Sommer direkt in den Garten holt und viele Insekten anlockt. Wer hingegen den Herbst feiern möchte, legt sich einen Feuer-Ahorn zu. Denn seine Blätter färben sich im Herbst spektakulär bunt und bringen Farbe ins triste Herbstgrau.

Die Kornelkirsche ist ein heimischer Baum, der mehrstämmig wächst. Im Frühling sind seine Blüten eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten und versorgt auch den Menschen im Herbst mit leckeren Früchten*. Früchte tragen Zierapfel-Sorten zwar auch, die sind in der Regel aber nicht essbar. Dafür sind seine Blütenfarbe und die Färbung seines Laubes im Herbst überzeugende Argumente für den kleinen Baum.

Kleine Bäume: Standort frisch und kühl

Natürlich gibt es auch für kleine Gärten in eher raueren Klimazonen die passende Bepflanzung. Kleine Bäume wie etwa der Silbereschen-Ahorn, die Kobushi-Magnolie oder die Japanische Eberesche passen perfekt zu diesen Standortbedingungen und schenken Gartenfreunde nicht nur schöne, bunte Blüten, sondern auch beeindruckendes Herbstlaub. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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