Baum schneiden und Gartengestaltung

Baum schneiden: Welches Werkzeug Sie brauchen und wie Sie einen Baum komplett zurückschneiden

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Der Baum spielt in vielen Gärten eine zentrale Rolle. Bei der Gartengestaltung müssen die Besitzer bestehende Bäume schneiden, um diese zu pflegen.

  • Ein regelmäßiges Schneiden der Bäume ist erforderlich, um Gefahren durch morsche Äste zu reduzieren
  • Nach dem einschlägigen Bundesnaturschutzgesetz ist ein Radikalschnitt von Oktober bis Februar erlaubt. Das schonende Schneiden der Bäume ist ganzjährlich möglich
  • Der richtige Schnittzeitpunkt hängt bei der Gartengestaltung von der Art der Pflanzen ab

Berlin – Bäume, Hecken oder Rosen benötigen eine regelmäßige Pflege. Im Zuge der Gartengestaltung müssen Hobby-Gärtner die Pflanzen schneiden. Eine unprofessionelle und minderwertige Pflege hat gravierende Folgen. Morsche Stämme oder abgestorbene Äste können herunterfallen und schwere Verletzungen verursachen. Die Besitzer des Grundstücks müssen den Baum schneiden, um ihrer Verkehrssicherungspflicht zu genügen.

Baum schneiden: von wann bis wann?

Wer einen Baum im Garten schneiden muss, sollte die richtige Jahreszeit wählen. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist ein Radikalschnitt in den Monaten von Oktober bis Februar erlaubt. Hobby-Gärtner und Gartenbesitzer müssen somit beim Baum schneiden den Zeitraum berücksichtigen und dürfen grundsätzlich erst im Herbst mit dem Baum schneiden beginnen. Bei Verstößen kann es für das Baum schneiden Strafen geben.

Teilweise erfreut sich das Schneiden des Baums nach dem Mondkalender großer Beliebtheit. Wenn Äste und Zweige zur Baummitte wachsen, sollten Gartenbesitzer bei abnehmendem Mond den Baum schneiden. Andernfalls verliert der Baum den Saft, worunter die Fruchtbildung leidet.

Bei der Gartengestaltung kommt es stets auf die Art der Pflanzen an. Für einige Pflanzen ist der im Bundesnaturschutzgesetz festgeschriebene Zeitpunkt nicht ideal. Somit sollten die Gärtner verschiedene Frühjahrsblüher erst nach der Blütezeit leicht schneiden:

  • Mandelbäumchen
  • Forsythien
  • Magnolie
  • Pflaume
  • Kornelkirsche

Unabhängig von der Baumart sollten Gärtner den Baum nicht bei Regen, Schnee oder Frost schneiden. Diese Witterungsbedingungen erschweren die Wundheilung des Baums. Die folgenden Bedingungen sind für den Baumschnitt gut:

  • Wärmer als 0 Grad Celsius
  • Kein Schnee
  • Trockenes und windstilles Wetter
  • Sonne hinter den Wolken

Baum schneiden: Wie teuer ist die professionelle Unterstützung?

Bei der Gartengestaltung und beim Baum schneiden können hohe Kosten auf die Besitzer zukommen, wenn Profis die Schneidarbeit übernehmen. Bei schwierigen Aufgaben ist der Rückgriff auf Gartenfachbetriebe empfehlenswert, da diese mit hochwertigen Maschinen den Baum schneiden. Mitglieder des Zentralverbands Gartenbau e.V. (ZVG) mit Hauptsitz in Berlin orientieren sich an den gängigen Regeln für das Baumschneiden. Dort erfahren Interessierte mehr über die Kosten, wenn sie den Baum schneiden lassen wollen.

Baum schneiden: Welches Werkzeug ist erforderlich?

Mit einem Baum-Schnitt-Kurs können alle Interessierten lernen, einen Baum richtig zu schneiden. Zudem gibt es zahlreiche Videos, die den Gärtnern behilflich sind, Bäume, Hecken und Rosen bedarfsgerecht zu pflegen. Das richtige Werkzeug bei der Gartengestaltung hängt davon ab, ob die Grundstücksbesitzer einen dicken Baum, die Hecke oder Rosen schneiden wollen.

Für dünne Äste genügt eine Gartenschere. Je dicker die Äste sind, desto eher ist eine Astschere vonnöten. Um den Baum richtig zu schneiden, ist ein Rückgriff auf Bypass-Scheren empfehlenswert. Mit einer scharfen, hochwertigen Klinge gelingt die Gartengestaltung optimal und der Baum bleibt gesund.

Baum schneiden: Wie schneide ich Äste ab?

Die konkrete Anleitung zum Baum-Schneiden hängt vom jeweiligen Bedarf ab. Sofern die Gärtner große Äste schneiden, ist der Astring die Schnittstelle der Wahl. Das umliegende Gewebe sorgt für eine schnelle Heilung der Wunden, nachdem der Ast vom Baum getrennt wurde. Das Arbeiten in Etappen ist sinnvoll, da schwere Äste andernfalls weitere Teile des Stamms abreißen. Wer sich an die Regeln beim Baum schneiden hält, beschleunigt die Genesung nach Schäden und regt die Bildung von Früchten sowie Blüten an.

Baum schneiden: Wie lichte ich die Baumkrone aus?

Im Laufe der Jahre bekommen viele Obst- und Zierbäume eine dichte Krone. Wenn sich Äste und Blätter nah beieinander befinden, steigt das Risiko von Pilzerkrankungen an den Blättern. Das regelmäßige Schneiden der Bäume in der Gartengestaltung kann derartigen Krankheiten vorbeugen. Beim Schneiden können die Gärtner sämtliche Äste in der Baumkrone herausnehmen, die nach innen wachsen, sich überlagern oder von Moos überzogen sind.

Das Gleiche gilt für das Schneiden von Hecken, Rosen und Co. Ein zu enger Bewuchs ist in den meisten Fällen schlecht, da sich Schädlinge schneller verbreiten. Die richtige Bepflanzung und Pflege leisten zudem einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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