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Bauernregeln im Oktober: Wann Sie die letzte Ernte des Jahres einholen sollten

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Von: Anna Katharina Küsters

Die Bauernregeln im Oktober haben den nahenden Winter schon fest im Blick. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie auch Erntevorgaben machen.

München – Der Oktober gilt allgemein als schönster Herbstmonat. Das Laub verfärbt sich sichtbar, fällt jedoch meist noch nicht von den Bäumen und an sonnigen Tagen locken Sonnenstrahlen viele Pflanzenfans an die frische Luft oder laden zu einem arbeitsamen Tag im Garten ein. Denn der Garten möchte vorbereitet sein auf die nahende kalte Jahreszeit. Die Bauernregeln im Oktober helfen Gärtnerinnen und Gärtnern dabei, für bestimmte Gartenarbeiten im Oktober den richtigen Zeitpunkt zu finden.

Bauernregeln im Oktober: So bereiten Sie den Garten auf den Winter vor

Am Verhalten der Tiere merken es Gartenfreunde wohl am deutlichsten, dass der Winter vor der Tür steht. Denn viele von unseren Gartenbewohnern ziehen sich zum Winterschlaf zurück, um sich vor Kälte und Nahrungsknappheit zu schützen. Auch viele Pflanzen, besonders Stauden, ziehen sich nun wortwörtlich zurück und verschwinden im Boden, bis sie im Frühjahr wieder neu austreiben. Die Bauernregeln im Oktober konzentrieren sich vor allem auf das Wetter und die Hoffnung der damals lebenden Menschen, es mit den Regeln etwas besser vorherbestimmen zu können.

Allgemein richten sich Bauernregeln nach den Feiertagen christlicher Heiliger aus. Der Tag einer Heiligen oder eines Heiligen ist also immer verbunden mit bestimmten Regeln, Hinweisen oder Wettervorhersagen für den entsprechenden Monat. Neben dieser konkreten Zuordnung gibt es jedoch auch ein paar allgemeine Bauernregeln für jeden Monat, so auch für den Oktober:

Die Ernte steht im Oktober also im Mittelpunkt, denn der Herbstmonat bringt in der Regel noch mal ordentlich Erträge ein. Das allerdings auch nur, wenn das Wetter mitspielt, weswegen die Bauernregeln im Oktober stets aufs Wetter gucken. Dabei ist klar, dass jede Wetterlage andere Vor- und Nachteile hat. So sprießt es auf den Feldern besser, wenn es viel regnet, die Ernte des Winzers leidet hingegen unter einem nassen Oktober. Im Garten sieht das ähnlich aus: Wer Weinreben pflanzt, sollte besonders im Herbst darauf achten, dass sich bei Feuchtigkeit keine Pilze und andere Krankheiten über die Reben hermachen.

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Bauernregeln im Oktober: St. Gallus als Wendepunkt

Besonders die Mitte des Oktobers um den 16. und 17. herum ist für die Garten- und Feldarbeit wichtig. Zum Ehrentag des heiligen Gallus am 16. Oktober entwickelten sich folgende Bauernregeln:

Ab Mitte Oktober ist ein deutlich spürbarer Kälteeinbruch also durchaus möglich und wird sogar erwartet. Für die Menschen damals bedeutete das unter anderem, dass sie ihr Vieh versorgen mussten, doch das lässt sich auch auf die heutige Gartenarbeit übertragen. Denn wer sich engagiert um seine tierischen Gartenbewohner kümmert, der kann zum Beispiel Vögeln ab Mitte Oktober die passende Winternahrung bereitstellen, Igeln einen Unterschlupf bauen und Frühblüher für die ersten Insekten im Frühjahr einpflanzen. Die Apfelernte lässt sich heute wie damals auch im Oktober noch fortsetzen, wenn Gartenfreunde späte Sorten gepflanzt haben*.

Zu sehen sind zwei kleine Kinder, ein Junge und ein Mädchen, sie liegen in einem Meer aus bunten Blättern und lachen (Symbolbild).
Bei gutem Wetter lässt sich der Oktober wunderbar genießen (Symbolbild). © famveldman/Imago

Dass der Winter nun naht, macht auch folgende Bauernregel für den 17. Oktober deutlich:

Nun ist es also höchste Zeit, nicht-frostfeste Pflanzen herein zu räumen und empfindliche Exemplare wie etwa Rosen mit Vlies abzudecken.

Bauernregeln im Oktober: Die heilige Ursula lädt zum Ernten ein

Schreitet der Oktober dann weiter voran, werden einige Erntearbeiten immer dringlicher. Am Tag der heiligen Ursula, dem 21. Oktober, wird es auch laut der Bauernregeln höchste Zeit, das letzte noch in der Erde wachsende Kraut herauszuholen. So lauten die Bauernregeln für den 21. Oktober zum Beispiel:

Die heilige Ursula von Köln soll bereits im vierten Jahrhundert nach Christus gelebt haben, was jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Daher gilt sie allgemein als Legendenfigur des Christentums. Die heilige Ursula soll sich der Geschichte nach freiwillig für ihren Glauben für den Märtyrertod entschieden haben.

Bauernregeln im Oktober: Apostel Simon und Judas

Die beiden christlichen Figuren teilen sich einen Tag, den 28. Oktober. Für ihn gelten folgende Bauernregeln im Oktober:

Das Ende des Monats müssen Gartenfans also dafür nutzen, die großen Rückschnitte an Gehölzen vorzunehmen, bevor der erste Frost kommt und das letzte Kraut zu ernten. Vor dem ersten Kälteeinbruch ist die Erde noch locker und Ernte- sowie Pflegearbeiten gehen leichter von der Hand. Ist der 28. Oktober dann vorüber, muss der Garten bereit sein für den ersten Kälteeinbruch. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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