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Bäume unterpflanzen: Diese Pflanzen eignen sich dafür

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind zwei Blüten der Herbstzeitlosen (Symbolbild).
Herbstzeitlose eignen sich gut als Unterpflanzung (Symbolbild). © Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Bäume im Garten können noch so schön aussehen, haben sie nicht die richtige Unterpflanzung, wirkt der Garten kahl. Doch Sie können im Herbst für den richtigen Unterbau sorgen.

München – Eine große Birke überragt das Blumenbeet, doch darunter mag nichts so richtig anwachsen. An dem Baum selbst haben Gartenfreunde ihre volle Freude, an dem karg aussehenden Beet jedoch nicht so recht. In diese Situation müssen Gartenfreunde gar nicht erst kommen. Denn wer geschickt plant und pflanzt, hat bald einen komplett grünen Garten.

Bäume unterpflanzen: Diese Pflanzen eignen sich dafür

Eine Unterpflanzung kann aus verschiedenen Gründen problematisch sein. Teils liegt es an den schattigen Bedingungen, mit denen Bodendecker unter Bäumen klar kommen müssen. Teils aber an dem stark durchwurzelten Boden, der Bodendeckern und anderen Pflanzen kaum Platz lässt, um richtig Fuß zu fassen. (Kiwibeeren am Spalier: Dank dieser simplen Methode werden Sie bald reich beschenkt)

Gartenfreunde wählen daher am besten robuste und nicht sehr anspruchsvolle Pflanzen, die dennoch das Beet unter dem jeweiligen Baum verschönern. Klar ist, dass unter Bäumen wie

andere Pflanzen gut wachsen. Denn diese Bäume sind Tiefwurzler. Das bedeutet, dass sie den Bodendeckern im Erdreich mit ihren Wurzeln keinen Platz wegnehmen. Flachwurzler wie Birke oder Ahorn hingegen lassen eine Unterpflanzung schwieriger zu.

Bäume unterpflanzen: Pflanzen nach Standortbeschaffenheit auswählen

Wer den Standort auf seine Ansprüche untersucht hat, kann daraufhin die Pflanzen auswählen. Sehr gut eignen sich zum Beispiel zahlreiche Stauden, die je nach Sorte sowohl an schattigen, sonnigen als auch an feuchten und trockenen Standorten gut wachsen. Dazu zählen zum Beispiel:

Sind die Bäume aber bereits sehr alt und haben ihre Wurzeln überall verbreiten können, ist eine Unterpflanzung oftmals schwierig. Der Baumarkt Obi rät in solchen Fällen zu Zwiebelblumen. Dafür graben Gartenfreunde im Herbst rund um den Baum herum kleine Löcher und setzen dort die Zwiebeln ein. Im Frühling blüht dann der Boden rund um den Baum auf. Dafür eignen sich zum Beispiel Traubenhyazinthen, Blausterne und Narzissen.

Besonders für den Herbst eignen sich Herbstzeitlose und Alpenveilchen als Unterpflanzung. Diese blühen dann, wenn sich die Blätter bunt färben und das zusammen ergibt ein herrliches Farbenspiel. Bei eher schattigen Plätzen unter dicht wachsenden Bäumen sollten Gärtnerinnen und Gärtner dagegen besser die Gefleckte Taubnessel wählen. (Blühende Herbstzeitlose: Extrem giftig – und doch jetzt im Garten gerade so wichtig)

Bäume unterpflanzen: Diese Pflege benötigen die Pflanzen unter Bäumen

Besonders Flachwurzler entziehen den oberen Bodenschichten viel Wasser. Daher ist regelmäßiges Gießen bei einer Neuanpflanzung unabdingbar. Das gilt ebenfalls im Herbst und Winter, denn auch in der dunklen Jahreszeit verdunsten die Pflanzen Wasser. Das kann übrigens auch bei Regen im Beet der Fall sein, denn dichtes Blättergewächs hält den Regen von oben meist ab.

Ab und an ist eine Düngung mit Kompost gut, damit auch die neuen Beetbewohner genügend Nährstoffe bekommen. Daneben kommen Gartenfreunde auch ums Unkrautzupfen unter Bäumen nicht herum. Wer eine schöne Unterpflanzung haben möchte, muss also auch nach der Pflanzung weiterhin ein Auge auf seine Pflanzen haben.

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