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Bäume bei Frost: Deswegen ertragen die Pflanzen Frost gut

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind zwei großgewachsene Bäume, die auf einer leeren, dick verschneiten Fläche stehen. Beide Bäume sind eingeschneit und die Sonne scheint leicht.
Ältere Bäume schützen sich mithilfe ihrer Rinde vor Frost (Symbolbild). © IMAGO / Rene Traut

Im Frühjahr friert es noch häufig und viele Pflanzen im Garten wissen, sich gegen die Kälte zu schützen. Auch Bäume sind extrem robust und widerstandsfähig, wenn es um Frühjahrs-Frost geht.

München – Pflanzen und Tiere reagieren auf die aktuellen extremen Temperaturen und schützen sich. Junge Pflanzen haben es da manchmal etwas schwerer und sind auf Hilfe angewiesen, doch ältere Bäume beispielsweise trotzen dem Eis meist unbeschadet.

Bäume bei Frost: Darum müssen Sie sich um dicke Stämme keine Sorgen machen

Junge Obstbäume ertragen Kälte und Frost nur bedingt. Um sie müssen sich Gartenfreunde bereits im Herbst kümmern und den richtigen Schutz anbringen, wie beispielsweise eine Kalkschicht als Stammschutz*. Sonst leiden die Bäume und sterben im schlimmsten Fall sogar ab. Den richtigen Rückschnitt sollten Gärtnerinnen und Gärtner zudem beispielsweise nicht bei Frost und arger Kälte vornehmen, sondern auf einen frostfreien, bedeckten Tag warten.

Um andere Pflanzen müssen sich Pflanzenfans hingegen keine Sorgen machen. Denn zum einen sind beispielsweise Gehölze, aber auch Rasenflächen und Gemüsebeete von einer schützenden Schneedecke bedeckt, sodass die Wärme der Erde nicht so schnell nach außen dringt. Zum anderen sind alte und große Bäume kalten Frostnächten deutlich besser gewachsen als ihre jungen Kollegen.

Bäume bei Frost: Das macht alte Gehölze robuster

Ältere Bäume, die zum Beispiel fast nie unter Flechten oder Efeu an ihrem Stamm leiden, haben auch mit kalten Temperaturen nicht wirklich zu kämpfen. Denn die Rinde der älteren Bäume ist mit einem Mantel zu vergleichen, der nur in bestimmten Schichten von Flüssigkeit durchströmt ist. Diese Schichten sind:

Beide Schichten befinden sich nah unter der obersten Schicht der Rinde. Kabium benötigt der Baum, um die sogenannte Borke zu bilden. Die Borke besteht aus Holz und Bast und enthält wenig Flüssigkeit, dafür aber viele Lufteinschlüsse. Diese Lufteinschlüsse funktionieren für den Baum wie eine Decke, die ihn wärmt. Wenn also etwas frostempfindlich ist, dann das Leitgewebe und die Schicht Kabium. Sie ist aber geschützt von der Borke. Bei jungen Bäumen ist diese Schicht noch nicht so ausgeprägt und die Versorgung mit Flüssigkeit meistens höher. Daher brauchen sie besonderen Schutz.

Hinzu kommt, dass einige Bäume bei nahendem Winter eine Art Frostschutzmittel durch ihr Leitgewebe fließen lassen. Darin ist zum Beispiel ähnlich bei Insekten im Winter Zucker enthalten, der Erfrierungen verhindern soll. *soester-anzeiger.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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