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Ausputzen im Juni: Letzte Chance für Pflegearbeiten an diesen vier Pflanzen

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Von: Anna Katharina Küsters

Ausputzen hat nichts mit dem Hausputz zu tun, sondern ist eine Pflegevorgehensweise, die früh blühenden Sträuchern im Sommer hilft.

München – Es klingt nach Hausputz, doch das Ausputzen ist eine wichtige Gartenarbeit im Frühsommer. Blühende Gehölze, die uns den Frühling und die ersten Sommertage verschönert haben, brauchen in diesem Monat einen vorsichtigen Rückschnitt. Nur so verkahlen sie nicht von innen und blühen bei guter Pflege sogar ein zweites Mal im Jahr.

Ausputzen im Juni: 4 Gehölze, die Sie in diesem Monat zurückschneiden müssen

Ein Rückschnitt ist in der Regel nach dem 30. März und bis zum 30. September im Garten verboten. Das schützt Tiere, die sich in den Pflanzen ein Nest bauen und verstecken, aber auch die Pflanzen selbst. Treiben sie im Frühjahr stark aus, würde ein Rückschnitt die meisten Pflanzen so verletzten, dass sie sich nicht mehr davon erholen. Doch bei im Frühling blühenden Sträuchern und Gehölzen sieht es etwas anders aus. Ein pflegender Rückschnitt ist dabei erlaubt, Gärtnerinnen und Gärtner dürfen allerdings nicht einfach wahlos drauf los schneiden.

Bei frühblühenden Gehölzen ist das sogenannte Ausputzen die richtige Methode, den Sträuchern zu helfen. Dabei entfernen Gärtnerinnen und Gärtner alle verblühten Blütenköpfe mit einer passenden, kleinen Gartenschere. Dabei dürfen Gartenfreunde allerdings keine Sträucher mit im Herbst reifen Früchten zurückschneiden.

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Ausputzen im Juni: Bei diesen Pflanzen ist ein Rückschnitt empfohlen

So gibt es folgende frühblühende Sträucher, die Gartenfans im Juni ausputzen müssen:

Beim Flieder neigen Gartenfreunde wahrscheinlich im Juni von ganz alleine dazu, die welken Blüten abzuschneiden. Meist sehen sie nicht mehr schön aus und hängen bräunlich, schlapp an der Pflanze herab. Beim Abschneiden der Blütenrispen müssen Pflanzenfans vorsichtig sein und aufpassen, dass sie nicht neue Triebe darunter auch erwischen. Ein Tipp: Jede dritte Blütenrispe können Gärtnerinnen und Gärtner dabei etwas tiefer abschneiden, das unterstützt die Blütenpracht des Strauchs.

Auch Rosen vertragen im Juni ein Ausputzen. Dabei sollten sich Pflanzenfans aber auf mehrmals blühende Rosen beschränken. Dabei schneiden sie die welke Blüte über dem ersten fünffach gefiederten Blatt ab. Bei Rosen, deren Blüten in Dolden wachsen, entfernen sie nur die Blüten, die auch wirklich verblüht sind. Bei schwächer wachsenden Rosen können Gartenfreunde ruhig etwas mutiger zurückschneiden, das regt das Blütenwachstum der Pflanzen an.

Bei der Berberitze dürfen Gartenfans ebenfalls nicht zu lange mit dem Rückschnitt warten. Nach der Blüte ist es Zeit für die Gartenschere. Ansonsten leidet die Pflanze unter den zurückbleibenden Blüten und bildet im neuen Jahr keine weiteren Blüten aus. Anders sieht es jedoch bei immergrünen Berberitze-Sorten aus. Die benötigen im Juni keinen Rückschnitt. Dazu gehören beispielsweise die Sorten Amstelveen, Telstar und Verruculosa.

Die Felsenbirne verträgt einen Rückschnitt im Frühsommer nach ihrer Blüte dafür prächtig. Es tut dem Baum gut, etwas ausgelichtet zu werden und die Schnittstellen verheilen recht schnell. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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