1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern

Asche verwenden: So versorgt sie Ihren Garten mit den richtigen Nährstoffen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Feuerschale, in der brennende Holzscheite liegen (Symbolbild).
Ist klar, woher das Holz kommt, lässt sich dessen Asche im Garten als Dünger verwenden (Symbolbild). © Rainer Weisflog / Imago

Asche im Garten sollte nur mit Bedacht zum Einsatz kommen. Denn oft ist unklar, welche Inhaltsstoffe sie in sich trägt. Über kleine Portionen freut sich der Kompost.

Berlin – Asche kennen die meisten Gartenfans nur vom Grillen als lästiges Überbleibsel eines schönen Abends. Doch Holzasche kann im Garten durchaus als Dünger Verwendung finden. Voraussetzung ist jedoch, dass der Boden sehr lehmig ist und Gärtnerinnen und Gärtner die Asche speziell zum Düngen kaufen. Denn in verwendeter Grillasche weiß kein Gartenfreund, was drin steckt und die Gefahr, seine Pflanzen zu vergiften, ist zu groß.

Asche verwenden: So nützlich kann sie im Garten sein

Grillasche ist einer der wenigen Punkte, die beim Grillen wirklich stören. Denn ist der Grillabend vorbei, muss die Asche weg. In die normale Restmülltonne darf die Asche heiß noch nicht, das heißt, sie muss auf jeden Fall erst mal auskühlen und liegt dann herum. In die Biotonne darf Grillasche laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) in keinem Fall. Doch es gibt auch noch sogenannte Holzasche, die durchaus im Garten eine Funktion erfüllt.

Die Holzasche für den Garten stellen Gärtnerinnen und Gärtner am besten selbst her, so wissen sie, woher das Holz kommt. Grillasche hingegen hat auf Beeten und unter Pflanzen nichts zu suchen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass nicht klar ist, welche Bestandteile in dieser Asche enthalten sind und sich in verbranntem Fett gesundheitsschädliche Stoffe verstecken können.

Als Erstes müssen Gartenfreunde wissen, dass das Düngen mit Holzasche nur gut portioniert sinnvoll ist. Zu viel schadet den Pflanzen und bewirkt damit das Gegenteil. Außerdem sollten ausschließlich Zierpflanzen die Asche als Dünger erhalten, da nicht immer klar ist, welche Inhaltsstoffe genau enthalten sind. Gemüse oder Obst darf diese Bestandteile bestenfalls nicht aufnehmen.

Die einzige Asche, die sich zum Düngen eignet, ist sogenannte Holzasche. Zu einem großen Teil besteht sie aus Kalzium. Außerdem finden sich in Holzasche unter anderem noch folgende Inhaltsstoffe:

Neben diesen guten Stoffen sind aber durchaus auch solche enthalten, die der menschlichen und pflanzlichen Gesundheit schaden. Zu nennen sind Schwermetalle wie Kadmium, Blei und Chrom.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Asche verwenden: So gelingt es

Haben Pflanzenfans sich für das Düngen mit Holzasche entschieden, müssen sie ein paar Dinge beachten. So ist es wichtig, nur Holz zu verwenden, deren Herkunft die Gartenliebhaber kennen. Denn je nach Standort nimmt das Holz im Laufe der Jahre viele Schadstoffe aus der Umwelt auf und eignet sich dann nicht mehr als Grundlage. Das Holz darf nicht glasiert oder auf sonstige Art und Weise bearbeitet sein, denn sonst übertragen sich die giftigen Stoffe später auf die Pflanzen.

Manche Gärtnerinnen und Gärtner füllen abgekühlte Asche auf den Kompost. Auch das ist nur begrenzt zu empfehlen, denn landet zu viel Asche im Kompost, steigt der Anteil gesundheitsschädlicher Schwermetalle*. Daher nur dünne Schichten Asche auf den Kompost füllen und auch nur, wenn die Herkunft des Holzes klar ist. *RUHR24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant