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Zucchiniernte: Drei Tipps für satte Erträge aus dem eigenen Beet

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Von: Eva Goldschald

Zucchinipflanzen gelten als eher anspruchslos und sind leicht zu pflegen. Damit die Zucchiniernte allerdings noch reicher ausfällt, helfen einige einfache aber sehr wertvolle Tipps.

München – Zucchini schmecken fein geraspelt im Salat, mit Käse überbacken als Auflauf oder als Nudeln für Low-Carb-Gerichte. Im Gewächshaus, im Beet oder auch am Balkon lassen sich die Pflänzchen – wenn sie genug Platz bekommen – ganz einfach selbst ziehen. Für noch mehr Ertrag sollten Gartenfans einige Tipps beherzigen.

Zucchiniernte: Drei Tipps für satte Erträge aus dem eigenen Beet

Die Zucchini gehört zur Familie der Kürbisgewächse und gedeiht dort am besten, wo sie viel Licht bekommt, viele Insekten unterwegs sind und auch die Pflanze regelmäßig bewässert werden kann. Außerdem muss sie ausreichend bestäubt werden. Passiert das nicht, können noch junge Triebe einfach abfallen. Auch bei regnerischem oder kühlem Wetter gedeihen Zucchini eher schlecht als recht.

Dagegen kann man allerdings einiges tun, damit die Pflanze gut wächst und viele Früchte trägt:

Zucchiniernte: Blüten per Hand bestäuben

Die Zucchinipflanze hat sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Das ist essenziell für die Bestäubung. Weibliche Blüten weisen einen dickeren Stiel auf als die männlichen. Diese besitzen wiederum einen Fruchtknoten, der aussieht wie eine kleine Zucchini.

Wenn zu wenige Insekten vorhanden sind, um die Pflanze zu bestäuben, müssen Sie das Zepter in die Hand nehmen. Hierfür einfach mit einem Pinsel oder einem Wattestäbchen über die Pollen der männlichen Blüte streichen und diese anschließend direkt auf die Narbe der weiblichen Blüte geben. Alternativ kann man einfach mit der männlichen Blüte über die Narbe streichen. Gedeiht die Zucchini und wird dicker, sollte man die Blütenblätter entfernen. So schützt man die Pflanze vor Pilzkrankheiten.

Zucchiniernte: Beet mit Grasschnitt mulchen

Wächst die Zucchini langsam heran, wird sie irgendwann so schwer, dass sie auf dem Erdboden aufliegt. Da man Zucchini immer gut wässern sollte, ist die Erde, auf der die Frucht liegt auch feucht. Deshalb kann es sein, dass die Zucchini anfängt zu faulen. Um das zu verhindern, können Gartenfans den Erdboden mit frischem Grasschnitt oder auch mit Brennnesseln auslegen. Das schützt die Früchte und sie können in Ruhe weiterwachsen. Außerdem bekommt die Erde durch den Stickstoff gleich etwas Dünger, wenn Brennnesseln oder Gras verrotten. Zudem bleibt der Boden gleichmäßig feucht.

Zucchiniernte: Regelmäßig jauchen

Während Zucchini in der Wachstumsphase sind, benötigen sie viel Wasser und auch reichlich Nährstoffe. Sie sind sogenannte Starkzehrer. Neben den bekannten Düngern wie Schafwollpellets, kann man auch aus Brennnesseln eine Jauche zubereiten. Verfeinern Gartenfans diese Jauche noch mit Schachtelhalm, rüsten sie die Pflanzen zusätzlich gegen Mehltau. Denn die Halme enthalten Kieselsäure, die die Zellwände der Zucchini vor Pilzen schützt.

Zucchini sind übrigens dann reif, wenn sie zwischen zwölf und zwanzig Zentimeter lang sind, sich die Schale prall anfühlt und sie sich nicht eindrücken lassen. Der Blütenstand muss am vorderen Ende abgetrocknet oder abgefallen sein. Dann kann man sie zum Beispiel zu leckeren Zucchini-Puffern verarbeiten*.

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