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Wein pflanzen: Deswegen ist der Herbst der perfekte Pflanzzeitpunkt

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Von: Anna Katharina Küsters

Wein rankt wunderbar Hauswände und Mauern hoch. Wer ihn im Garten anbauen möchte, muss den Herbst zur Pflanzung nutzen.

Veitshöchheim – Ein goldener Herbsttag lädt zu letzten großen Arbeiten im Garten ein. So teilen Gartenfreunde Stauden, räumen den Geräteschuppen auf oder kehren Laub vom Rasen. Solch ein Tag eignet sich aber auch wunderbar dazu, neue Pflanzen in die Beete zu setzen. Denn im Herbst, wenn es noch keinen Frost gab, ist der Boden locker und warm. Perfekt also für Neulinge, es sich bis zum Winter im Beet richtig einzurichten. Auch zum Weinpflanzen ist nun die beste Zeit.

Wein pflanzen: So gelingt es Ihnen im Herbst am besten

Es muss nicht immer nur das klassische Obst sein, das im Sommer im Garten wächst. Neben Himbeeren, Erdbeeren oder Äpfeln gedeihen auch Tafeltrauben in wärmeren Gebieten problemlos. Gärtnerinnen und Gärtner, die noch eine kleine Ecke freihaben im Garten, pflanzen deshalb dort Weinreben an. Die Auswahl an Sorten ist groß, entscheiden müssen sich Gartenfans beispielsweise zwischen der Traubenfarbe, ob die Trauben kernlos oder mit Kernen sein sollen und wie gut die Pflanze sich gegen Krankheiten und Schädlinge wehren kann.

Besonders beliebte Tafeltraubensorten sind laut der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)

In der Regel reifen die Trauben dieser Sorten von August bis September heran und lassen sich dann entweder direkt von der Rebe naschen oder zu einem leckeren Obstsalat oder Kuchenbelag verarbeiten. Grundvoraussetzung ist dabei natürlich aber ein warmes Klima, späte Frühlingsfröste verzögern die Weinernte in der Regel*. Birstaler Muskat ist beispielsweise eine Sorte, die besonders süße Trauben hervorbringt und Frost und Schnee trotzt.

Zu sehen ist eine junge Weinrebe, die grün austreibt (Symbolbild).
Die Veredelungsstelle von jungen Weinreben muss oberirdisch bleiben (Symbolbild). © C. Stenner/Imago

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Wein pflanzen: Darauf müssen Sie achten

Wichtig ist, dass Gartenfreunde einen sonnigen, warmen Ort im Garten für die Weinrebe auswählen. So eignet sich beispielsweise eine Hausmauer sehr gut. Weinreben ranken, das heißt, sie brauchen entweder eine Rankhilfe oder wachsen direkt an einem Zaun oder einer Mauer, an der sie hochklettern können.

Passt der Ort, müssen Gartenfreunde das Pflanzloch ausheben. Das sollte nicht zu tief sein, denn die Veredelungsstelle der Weinrebe muss, im Gegensatz zu der der Rose, oberirdisch bleiben. Das hat folgende Ursache: Der untere Teil des Weins ist eine Sorte, die besonders robust gegen Schädlinge wie die Reblaus ist und der Krankheiten nicht so viel ausmachen. Aus diesem Teil der Weinrebe sollen sich die Wurzeln entwickeln. Der obere Teil hingegen ist die Edelsorte, an der nachher die Trauben wachsen. Er soll keine Wurzeln schlagen. Im Winter lohnt es sich jedoch laut Bayerischem Rundfunk (BR), die Veredelungsstelle anzuhäufeln. Das bedeutet, dass Gartenfreunde um die oberirdische Veredelungsstelle etwas Erde packen. So ist sie vor Frost und Schnee geschützt. Das Ganze gut angießen. So sollte einem gesunden Wachstum des Weins und einer ersten Ernte in zwei Jahren nichts im Weg stehen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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