Die gesunden Nüsse für den Herbst

Walnüsse ernten und lagern: So zehren Sie noch lange von der Nussernte

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
    schließen

Ein Walnussbaum verziert jeden Garten mit seinen Blättern, im Herbst aber auch mit seinen Nüssen. Die Nüsse lassen sich mit ein paar Tricks leicht ernten und über einen längeren Zeitraum lagern.

Berlin – Im Herbst sind die Ernteerträge bei Gemüse und Nüssen hoch. Vor dem Winter haben Gartenfreunde noch einmal alle Hände voll zu tun und können sich mit Lebensmitteln aus dem Garten eindecken. Auch Walnüsse sind meist ab Ende September bis weit in den Oktober hinein reif und verfeinern so manches herbstliche Gericht in der Küche.

Walnüsse ernten und lagern: Das steckt in dem Superfood-Baum

Der Walnussbaum ist ein extrem ertragreicher Baum. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) kann ein Baum bis zu 150 Kilogramm Nüsse produzieren. Gartenfreunde sollten beim Pflanzen eines Walnussbaums genügend Platz einplanen, denn ein alleinstehender Baum kann schon mal bis zu 20 Meter in die Höhe wachsen. Auch in Sachen Langlebigkeit lassen sich die Bäume mit einer Lebenserwartung von bis zu 150 Jahren nichts vormachen. Neben dem wertvollen Holz des Walnussbaums sind auch die Nüsse für den Menschen überaus wichtig:

  • bestehen zu 60 Prozent aus Öl
  • bestehen zu 20 Prozent aus Eiweiß
  • enthalten Vitamin B1 und C
  • enthalten verschiedene Mineralstoffe

Neben den Nüssen nutzen auch andere Bestandteile des Walnussbaums dem Menschen. Zum Beispiel indem sie die Konzentration fördern, schweißregulierend, blutreinigend und nervenstärkend sind. Nicht zu Unrecht zählt die Walnuss somit zum hier heimischen Superfood. (Superfood: Schlecht für die Umwelt? Diese regionalen Alternativen können Sie anbauen)

Walnüsse ernten und lagern: So zehren Sie noch lange von der Nussernte

Bei der Walnuss-Ernte ist weniger oft mehr. Gartenfans sollten zu Beginn warten, bis die Nüsse vom Baum fallen. Das heißt, es ist kein Pflücken in Baumwipfeln oder Schütteln am Baum nötig. So können Gärtnerinnen und Gärtner die Nüsse bequem vom Boden aufheben und am besten täglich einsammeln. Wer nicht alle Nüsse einsammelt, bietet damit zwar Eichhörnchen, Mäusen und Krähen eine gute Nahrungsquelle, lockt aber auch schneller Schädlinge an. Reife Walnüsse haben eine braune Schale, die einige Risse aufzeigt. Sind unter den aufgesammelten Nüssen schwarze Exemplare dabei, können Gartenfreunde diese getrost aussortieren.

Walnüsse ernten und lagern: Erst putzen, dann verstauen

Walnüsse haben den Vorteil, dass sie sich trocknen und lagern lassen. Dafür müssen Gartenfans die Nüsse zuerst aus der Schale lösen. Damit ist gesichert, dass Schimmelpilz die Nuss nicht zerstören kann. Gärtnerinnen und Gärtner sollten auch aus diesem Grund die Nüsse nicht waschen. Sonst droht ebenfalls ein Schimmelpilzbefall. Sind die Hände mit Handschuhen geschützt, können Gartenfreunde die Walnuss vorsichtig abbürsten, um restlichen Dreck zu entfernen. (Äpfel lagern: So bleiben Äpfel mehrere Wochen frisch)

Der beste Ort zum Trocknen für Walnüsse hat beständig eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad und eine geringe Luftfeuchtigkeit. Gärtnerinnen und Gärtner legen die Nüsse mit Abstand zueinander zum Beispiel in eine Kiste, in der sie genügend Luft bekommen. Das stellen sie unter anderem sicher, indem sie die Nüsse ein Mal am Tag durchmischen. Der ganze Vorgang zieht sich über drei bis sechs Wochen. Am Ende wiegen die Nüsse etwa 50 Prozent weniger.

Nach diesem Prozess können die Walnüsse gelagert werden. Dabei achten Nussliebhaber ebenfalls auf eine warme, trockene und gut belüftete Umgebung. In Netzen ist dies zum Beispiel gut möglich. So sind die Walnüsse mehrere Wochen haltbar.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger(dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare