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Urgesteinsmehl: So verwenden Sie den natürlichen Dünger richtig

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Von: Stephanie Drewing

In Gesteinsmehl sind viele natürlichen Mineralien enthalten, die Pflanzen widerstandsfähig machen und üppiger wachsen lassen. Wie Sie das Pulver richtig einsetzen.

München – Gesteinsmehl ist unter verschiedenen Namen bekannt und wird auch Urgesteinsmehl oder Steinmehl genannt. Zur Herstellung von Urgesteinsmehl werden Steine so fein zermahlen, dass ein feines Pulver entsteht. Dieser Pulver versorgt Erde und Pflanzen im Garten mit natürlichen Mineralien wie Magnesium, Kalium und Kalzium und ist ein natürlicher Dünger zur Bodenverbesserung.

Urgesteinsmehl: So verwenden Sie den natürlichen Dünger richtig

Die Steine, die für Urgesteinsmehl zu Pulver verarbeitet werden, stammen von Vulkanausbrüchen aus der Urzeit, daher auch der Name. Die versteinerte Lava wurde zu Basalt oder Diabas. Es gibt aber auch Gesteinsmehl ohne die Vorsilbe „Ur-“: Meistens besteht dieses Gesteinsmehl dann aus anderen Steinen wie Quarz, Zeolith oder auch Granit. Zwar enthalten diese Steine weniger Nährstoffe für Pflanzen, aber mit ihnen wird der Boden aufbereitet. Zeolith ist sehr porös und lockert zum Beispiel feste Lehmböden auf. Es lohnt sich also zu prüfen, welches Gesteinsmehl für welche Unterstützung am besten für Biogärtner geeignet ist.

Urgesteinsmehl: Diabasmehl hilft gegen Bodenübersäuerung

Diabasmehl ist ideal, um einen niedrigen pH-Wert der Erde anzuheben, da es reich an Kalzium ist. Damit wirkt es einer Bodenübersäuerung entgegen. Dieses Steinmehl versorgt die meisten Kulturen mit ausreichend Eisen und Magnesium, was für saftiges Grün wichtig ist. Die Kieselsäure in Diabas wappnet Pflanzen außerdem gegen Krankheiten und Schädlinge. Ganz nebenbei verbessert Diabas auch den Geschmack von Obst und Gemüse und macht es beim Lagern haltbarer. In die Nähe von Heidelbeeren sollte es aber nicht: Die Sträucher brauchen nämlich einen Boden mit einem geringen pH-Wert von 4,0–5,0.

Urgesteinsmehl: Basalt und Granitmehl sind gut für den Kompost

Basalt oder Granitmehl hilft dabei, stark alkalische Böden anzusäuern. Auch auf dem Kompost ist es wertvoll, da es zersetzende Mikroorganismen fördert – ebenso wie Diabas- und Zeolithmehl. Die Miniorganismen vermehren sich dank des Pulvers schneller und arbeiten effektiver, sodass grobes Material wie Strauchschnitt und Bioabfall schneller zerlegt wird. Pulver aus Basalt oder Granit ist häufig dunkler als das aus Diabas, wobei es ähnliche Mineralstoffgemische aufweist.

Urgesteinsmehl: Lavamehl hilft stark beanspruchten Böden bei der Regenerierung

Lavamehl hat einen hohen Gehalt an Eisenverbindungen und weiteren Mineralstoffen. Damit unterstützt es beanspruchte Böden besonders optimal. Rund um starkzehrende Pflanzen wie Tomaten und Auberginen hilft es beim Wachstum.

Urgesteinsmehl: Zeolithmehl fördert das Bodenleben

Das poröse Material des Zeolithmehls verbessert in besonderem Maße das Wasser- und Mineralstoff-Speichervermögen des Erdreichs und unterstützt die Arbeit von humusbildenden Kleinstlebewesen. Es macht den Untergrund alkalischer, deshalb sollten Gärtnerinnen und Gärtner es auf Böden mit pH-Werten über acht nur sparsam einsetzen.

Urgesteinsmehl: Bentonit für Sandböden

Bei Bentonit handelt sich um gemahlenen Ton, der dem Boden das Speichern von Nährstoffen erleichtert. Die vorkommenden Tonminerale enthalten über 50 Prozent wertvolle Kieselsäure und machen damit Bentonit vor allem auf durchlässigen Sandböden gefragt, um Wasser und Nährstoffe im Beet zu binden.

Urgesteinsmehl: So verwenden Sie es richtig

Gesteinsmehl kann vielfältig im Garten eingesetzt werden. Die verschiedenen Möglichkeiten:

Gesteinsmehl können Sie im Gartenfachhandel erwerben. Üblich sind Säcke von 2,5 Kilogramm, 5 Kilogramm oder 10 Kilogramm. Je nach Hersteller und Produkt variiert der Preis, aber üblich sind ein bis zwei Euro je Kilo.

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