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Überwinterung durch Stecklinge: Bei welchen Pflanzen es gut gelingt

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Von: Mattias Nemeth

Der Winter kündigt langsam sein Kommen an. Die ersten Nachtfröste ziehen über das Land und viele Pflanzen vertragen diese ganz und gar nicht und müssen überwintert werden.

München – Das ganze Jahr haben Sie Ihre Pflanzen gehegt und gepflegt und jetzt kommt der Frost und macht diese Bemühungen langsam, aber sicher zunichte, wenn Sie die frostempfindlichen Pflanzen nicht überwintern. Aber nicht immer ist dafür ausreichend Platz vorhanden. Doch zum Glück lassen sich einige Pflanzen auch per Steckling überwintern.

Überwinterung durch Stecklinge: Bei diesen Pflanzen gelingt es

Vor allem im Kräuterbeet gibt es viele Pflanzen, die durch Stecklingsvermehrung überwintert werden können. Bei Pflanzen wie der Zitronenverbene ist dabei eine Überwinterung sogar nötig. Bei anderen wie der Minze ist es eher eine „Sicherheitskopie“, da sie bei ausreichend Winterschutz im nächsten Jahr wieder austreiben. Bei folgenden Pflanzen funktioniert die Stecklingsüberwinterung besonders gut:

Rosmarinstecklinge unter anderen in einem Blumentopf mit Abdeckhaube. (Symbolbild)
Stecklinge sind eine tolle Methode, um Pflanzen zu vermehren und zu überwintern. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

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Überwinterung durch Stecklinge: Die Obst- und Gemüseernte sicherstellen

Manche Gemüse oder Obststräucher sind in diesem Jahr besonders prächtig geworden, umso trauriger, wenn es sich dabei um einjährige Pflanzen handelt. Doch einige dieser Pflanzen lassen sich durch Stecklinge mehrjährig erhalten*. So können Physalis-Pflanzen beispielsweise zehn Jahre alt werden. Folgende Pflanzen werden durch Stecklingsvermehrung auch im nächsten Jahr erblühen:

Paprikas sollte man allerdings nicht durch Stecklinge vermehren, sondern einfach samt Wurzel ausgraben und im Haus in einem Topf überwintern.

Überwinterung durch Stecklinge: So gelingt es

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings, die Erfolgschance einer erfolgreichen Bewurzelung ist im Winter etwas schlechter als im Sommer. Deshalb sollten Sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mehrere Stecklinge schneiden, dann haben Sie sicher einen guten Steckling mit schöner Wurzelbildung dabei.

Die Stecklinge brauchen dabei ausreichend Licht, damit sie wachsen können. Eine helle Fensterbank ist hierfür ideal, alternativ können LED- oder Pflanzlichter helfen. Aber auch eine nicht allzu trockene Wärme ist notwendig. Reine Heizungsluft kann die Luft zu sehr austrocknen. Heizmatten können ebenfalls eine gute Investition sein.

Dann kommt das Schwierigste: das Wasser. Im Winter brauchen die Pflanzen weniger Wasser, zu viel kann vor allem bei frischen Stecklingen zu Fäulnis und damit zum Absterben führen. Zu wenig Wasser führt zum Austrocknen und ebenfalls zum Tod des Stecklings. Es gilt hier einen gesunden Mittelweg zu finden. Dabei sollten Sie immer im Hinterkopf behalten, dass Pflanzen bessere Wurzeln entwickeln, wenn Sie sich nach Wasser und Nährstoffen „strecken“ müssen. Gießen Sie deshalb nur gerade so viel, dass die Jungpflanzen nicht vertrocknen, wie kraut&rüben berichtet*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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