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Tomaten überwintern: Funktioniert es und lohnt es sich?

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Von: Mattias Nemeth

In Südamerika werden Tomaten mehrjährige kultiviert. Hierzulande werden sie jedes Jahr aufs Neue aus Samen gezogen, doch kann man sie auch überwintern?

München – Welcher Tomatengärtner träumt nicht davon, auch im Winter frische Tomaten vom Strauch zu pflücken. Vor allem nach so einem schwierigen Tomatenjahr wäre es eine große Erleichterung, wenn man die Saison verlängern könnte. Tatsächlich kann dies unter den richtigen Voraussetzungen gelingen.

Tomaten überwintern: Funktioniert es wirklich und lohnt es sich?

Die größte Schwierigkeit ist, dass die Tomatenpflanzen gesund bleiben, bis sie in das Winterquartier kommen. Meistens erliegen die Pflanzen vorher nämlich der Kraut- oder Braunfäule. Für das Überwintern müssen die Pflanzen aber gesund sein. Außerdem eignen sich dafür Wildtomaten, Zwergbuschtomaten und Johannisbeertomatensorten besonders gut. So sind beispielsweise folgende Sorten gut dafür geeignet:

Tomatenpflanzen auf dem Fensterbrett. (Symbolbild)
Tomaten auf dem Fensterbrett überwintern funktioniert, aber ist es auch sinnvoll? (Symbolbild) © Nabiha Dahhan/Imago

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Tomaten überwintern: So gelingt es

Als Erstes werden alle übrigen Blüten entfernt, sodass die letzten Tomaten noch ausreifen können*. Auch die Triebe müssen zur Hälfte eingekürzt werden. Außerdem muss auch alles, was verwelkt ist, entfernt werden. Ist dies erledigt, muss der Topf an einen hellen Ort abgestellt werden. Die Temperatur am Abstellort sollte um die zehn Grad betragen. Vom Düngen sollte bis März abgesehen werden und auch das Gießen reduziert werden. Es sollte nur so viel Wasser gegeben werden, dass die Erde nicht austrocknet. Als möglicher Standort bietet sich ein Fensterbrett oder ein beheiztes Gewächshaus an. Im besten Fall wird den Tomaten auch zusätzliches Pflanzlicht zur Verfügung gestellt, denn das Licht des Winters reicht für die Tomaten nicht aus.

Tomaten überwintern: Lohnt es sich?

Tatsächlich ist es nicht sehr sinnvoll. Im Winter bilden die Pflanzen keine neuen Tomaten aus. Außerdem werden die Tomaten durch die Kälte anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Diese geschwächten Pflanzen werden auch im neuen Jahr keine reichhaltige Ernte hervorbringen. Aus kranken Pflanzen sollte man auch nicht unbedingt Saatgut entnehmen. Es ist also deutlich sinnvoller, die Tomaten Jahr für Jahr neu auszusäen. Aber zum Ausreifen können Tomatenpflanzen nach drinnen gestellt werden. Sie können auch die komplette Tomatenpflanze mitsamt der Wurzel entnehmen. Entblättern Sie die Pflanzen und hängen Sie die Tomaten an einem warmen Platz kopfüber auf, wie kraut&rüben berichtet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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