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Tomaten richtig ernten: So schmecken Ihre Tomaten noch besser

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Von: Mattias Nemeth

Wussten Sie, dass Tomaten zu verschiedenen Uhrzeiten anders schmecken? Je nachdem wie man sie erntet, werden sie haltbarer und sie lassen sich durch die richtige Ernte sogar weiterentwickeln.

München – Während man in heißen, trocknen Sommern den Tomaten beim Reifen zusehen kann, ist das dieses Jahr ganz anders. Durch das feuchte Wetter brauchen die Tomaten nämlich auch länger, um vollständig auszureifen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt zu ernten und wie erkennt man beispielsweise bei grünen Tomatensorten, dass sie reif sind?

Tomaten richtig ernten: Darauf sollten Sie achten damit sie besser schmecken

Hierzu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht zuerst: Eine reife Tomate erkennt man ganz leicht daran, dass sie sich mit den Fingern leicht eindrücken lassen. Die schlechte Nachricht ist allerdings: Das gibt keinerlei Hinweis auf den perfekten Erntezeitpunkt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich das Aroma einer Tomate merklich verändert, sobald ein paar Stunden die Sonne darauf geschienen hat. Sollten Sie mal nicht zufrieden mit dem Geschmack einer Tomatensorte sein, dann probieren Sie sie zu verschiedenen Tageszeiten, aber auch in verschiedenen Reifestadien (aber auf keinen Fall unreif!). Tatsächlich gibt es mehlige Sorten, die in den ersten Tagen der Reife, saftig und süß sind. Andere Sorten müssen ähnlich wie manche Beeren bereits fast überreif sein, damit sie am leckersten sind.

Probieren Sie einfach mal aus, wann Ihnen welche Sorte am besten schmeckt, am Ende des Tages ist das reine Geschmackssache. Wenn Sie aber geschmackvolle Tomaten haben wollen, dann dürfen sie niemals kalt geerntet oder kalt gelagert werden. Der Kühlschrank ist der Tod jedes Tomatengeschmacks*. Sobald Tomaten kalt werden, verlieren sie an Geschmack. Sind also die Nächte kalt, dann ernten Sie sie lieber am Nachmittag.

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Tomaten richtig ernten: So werden die Tomaten lagerfähiger

Jeder weiß, es gibt nichts Besseres im Garten, als Tomaten frisch vom Strauch zu naschen. Aber möchte man die Tomaten länger haltbar machen, dann sollten Sie sich eine Ernteschere zulegen. Mit dieser können Sie die Tomaten samt Stielansatz und Kelchblätter ernten. Da das Entfernen des Stielansatzes und der Kelchblätter kleine Beschädigung hervorruft, die die Lagerfähigkeit beeinträchtigt. Es sollte aber möglichst keine Schere genutzt werden, die man sonst zur Gartenarbeit nutzt, da sonst Krankheiten in die Pflanze gelangen können.

Jemand erntet Fleischtomaten mit einer Ernteschere. (Symbolbild)
Tomaten sollten für eine bessere Lagerfähigkeit nicht abgedreht oder abgerissen werden. (Symbolbild) © Addictive Stock / Imago

Wenn der Frost kommt, dann sollten Sie die unreifen Früchte ebenfalls so ernten, da die Chancen, dass sie noch nachreifen, dadurch auch höher werden. Aber die zur Nachreife gepflückten Tomaten sollten nicht zu nah nebeneinanderliegen, da sich sonst Krankheiten oder Schimmel schneller verbreiten können.

Tomaten richtig ernten: Die Samenernte

Saatgut ist für Tomatengärtner das, was früher die Sammelkarten auf den Schulhof waren. Es wird gesammelt, getauscht und wie ein Schatz behütet. Doch viele übersehen bei der Saatgutentnahme einen wichtigen Aspekt. Denn Tomaten lassen sich weiterentwickeln, und zwar durch strenge Selektion. Nimmt man beispielsweise immer Saatgut von den ersten reifen Tomaten, dann wird die Tomate mit den Jahren frühreifer. Sucht man sich immer die leckersten Früchte zur Saatgutentnahme aus, so wird sich mit den Jahren der Geschmack durchsetzen. Gleiches gilt natürlich auch für Form und Größe. Im Schnitt dauert eine selektive Weiterentwicklung vier bis fünf Jahre. Aber es lohnt sich. Zum Trocknen des Saatgutes sollten Sie darauf achten, dass es nicht in der prallen Sonne steht, sondern drinnen im Warmen, wie kraut&rüben berichtet. 
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