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Stecklinge richtig schneiden: So klappt die Vermehrung ganz einfach

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Von: Mattias Nemeth

Dank Stecklingen oder Steckhölzern lassen sich viele Pflanzen vermehren oder überwintern. Außerdem ist es eine tolle Methode, um die Lieblingssträucher zu erhalten und zu verjüngen.

München – Da sitzt man gemütlich im Garten von Freunden, plötzlich fällt der Blick auf den Beerenstrauch, der von oben bis unten voll mit köstlichen Beeren hängt. Die erste Frage ist dann immer: Darf ich mir nach der Ernte davon einen Ableger besorgen? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der nächste Besuch mit einem scharfen Messer stattfindet.

Stecklinge richtig schneiden: So gelingt die Pflanzenvermehrung

Das Messer oder die Schere ist tatsächlich entscheidend bei der Stecklingsvermehrung. Das Schneidewerkzeug muss richtig scharf und gründlich sauber sein, um das beste Ergebnis zu erzielen. Das verhindert, dass die Schnittstelle gequetscht wird. Dann schneiden Sie am besten einen Steckling, der zwischen fünf und zehn Zentimetern lang ist und vier Blattansätzen trägt. Die untersten Blätter werden entfernt, genauso wie alle Blüten und Knospen. Die Bewurzelung wird durch die Hormone der Blüten verhindert, wie kraut&rüben berichtet.

Dann kommt der Steckling entweder in ein Glas Wasser mit ein, zwei Stücken Kohle oder in einen Topf, gefüllt mit einem Mix aus Sand und Anzuchterde. Das Wasser sollte immer wieder ausgetauscht werden. Der Topf muss feucht gehalten werden. Dann kommt das Gefäß der Wahl an einen warmen, aber nicht zu sonnigen Platz und kann dort Wurzeln schlagen.

Stecklinge richtig schneiden: Die richtige Mutterpflanze auswählen

Bei der Auswahl der Mutterpflanze sollten Gärtnerinnen und Gärtner im Idealfall auf gesunde und schön austreibende Pflanzen zurückgreifen. Generell lassen sich durch Stecklinge Zierpflanzen, Heilkräuter, Gewürze und Stauden vermehren und über Steckhölzer, Sträucher und Gehölz*. Beispielsweise lassen sich folgende Pflanzen leicht auf diese Weise vermehren:

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Stecklinge richtig schneiden: Steckhölzer schneiden

Eine besondere Art der Stecklingsvermehrung sind Steckhölzer. Diese werden in der Regel von November bis Januar geschnitten. Als Steckholz eignen sich Zweige, die in diesem oder im Vorjahr gewachsen sind. Sie sollten gerade und nicht mehr grün sein. Im besten Fall sind bereits gesunde Knospen vorhanden. Die Länge sollte ungefähr 20 Zentimeter betragen und der Schnitt sollte einen Zentimeter unterhalb einer Knospe gesetzt sein. Die noch weiche Sprossspitze und alle Blätter werden entfernt. Oben wird der Steckling gerade abgeschnitten und unten schräg.

Die schräge Seite kommt dann in einen feuchten Anzuchterden-Sandmix. Es können auch mehrere in einen Topf gesetzt werden. Diesen stellen Sie am besten an einen kühlen Ort auf. Er kann aber auch an einem schattigen Platz im Garten eingesenkt werden. Sobald sie im Frühjahr austreiben, können sie im Topf vereinzelt und an einen geschützten, nicht zu sonnigen Platz in den Garten gestellt werden und im nächsten Frühjahr an seinen endgültigen Platz ausgepflanzt werden.

Am Anfang muss man sich ausprobieren, aber hat man erst einmal den Dreh raus, macht es großen Spaß, mit Stecklingen aller Art zu experimentieren. Probieren Sie es mal aus. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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