Leckerer Vitaminkick aus dem Garten

Stachelbeeren: Deshalb sollten Sie sie schon jetzt pflanzen

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Stachelbeeren sind weniger sauer als Johannisbeeren, überaus lecker und sie wachsen im Garten. Damit Sie sie dieses Jahr noch ernten können, sollten Stachelbeeren jetzt gepflanzt werden.

München – Stachelbeeren können im Gegensatz zu einigen anderen Pflanzen im Frühjahr und im Herbst gepflanzt werden. Besser geeignet wäre zwar eine Pflanzung im Herbst, wer den Zeitpunkt aber verpasst hat, kann sie auch jetzt pflanzen.

Stachelbeeren: Deshalb sollten Sie sie jetzt pflanzen

Stachelbeeren, die im Herbst gepflanzt werden, gehen kurz danach in die Winterruhe. Das lässt der Pflanze viel Zeit zur Wurzelbildung und somit für eine sichere Verankerung im Boden. Wenn sie im nächsten Jahr dann austreibt, ist sie gefestigt und wird bald Früchte tragen. Aber wer den Zeitpunkt vergangenes Jahr verpasst hat, kann auch jetzt im Frühjahr noch Stachelbeeren pflanzen. Bestenfalls vor April, denn dann treiben sie aus.

Wichtig ist bei der Pflanzung im Frühjahr, dass die Stachelbeere genug Wasser bekommt. Auch den Sommer über ist die Wasserversorgung wichtig, denn frisch gepflanzte Stachelbeeren können schnell austrocknen.

So pflanzen Sie Stachelbeeren richtig:

  • Zeitpunkt: Entweder im Herbst oder Frühjahr. Falls im Frühling gepflanzt wird, sollte das vor April geschehen.
  • Standort: Hell und sonnig sollte es sein. Lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden bevorzugen die Stachelbeeren. Bei weniger Platz ist auch eine Pflanzung als Hecke oder zwischen Bäumen möglich. Kälte- und Windschutz sind sinnvoll.
  • Winterhärte: Als heimische Pflanze ist die Stachelbeere winterhart. Blüten jedoch vertragen keinen Frost.
  • Erde: Bestenfalls hat sie einen leicht sauren pH-Wert zwischen sechs und sieben. Organischer Dünger wie Kompost kann zusätzlich unterstützen.
  • Befestigung: Die Stachelbeere braucht einen Holzpfahl als Unterstützung. Bestenfalls setzen Gartenfans diesen schon bei der Pflanzung mit ein und binden die Stachelbeere sicher fest. Leittrieb, Veredlungsstelle und Stamm sind hierbei die drei wichtigen Punkte beim Festbinden.
  • Vorgehensweise: Nach dem Ausheben des Lochs und der Lockerung des Bodens wird die Erde mit Langzeitdünger gemischt. Auch Kompost eignet sich. Wurzelnackte Ware wird geschnitten, bei Containerwaren die Wurzeln geschlitzt. Triebe sollten ebenfalls etwas eingekürzt werden. Dann kommt das Pflänzchen ins vorbereitete Loch und wird nach dem Auffüllen mit Erde festgetreten. Pfahl dazu, angießen und schon steht die Stachelbeere.

Übrigens gibt es Stachelbeeren in Europa schon seit dem 15. Jahrhundert. Die Früchte schmecken süß-sauer, ihre Schale ist fest und behaart. Neben Phosphor und Kalium bieten die Früchte allerlei Vitamine wie Vitamin C, E und mehr. Ballaststoffe liefert sie ebenfalls und wirkt daher verdauungsfördernd.

Wer bereits eine Stachelbeere im Garten wachsen hat, sollte sich Ende Februar um einen Erhaltungsschnitt kümmern*. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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