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Spinat selbst anbauen: So wächst das Fuchsschwanzgewächs auch bei Ihnen

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Von: Mattias Nemeth

Spinat ist ein Gemüse, das mit sehr vielen Vorurteilen und falschen Informationen behaftet ist. Kein Wunder, kennen die Meisten das Blattgemüse nur aus der Tiefkühltruhe.

München – Spinat galt lange Zeit als Gemüse mit dem höchsten Eisengehalt. Diesen Ruf verdiente sich das Fuchsschwanzgewächs laut einigen Quellen allerdings nur durch einen Kommafehler. Nichtsdestotrotz ist der Eisengehalt sehr hoch im Spinat. Also gesund ist Spinat auf jeden Fall, vor allem frisch geerntet aus dem eigenen Garten.

Spinat selbst anbauen: So wächst das Fuschsschwanzgewächs auch bei Ihnen

Spinat ist die optimale Vor- und Nachkultur. Aber auch als Begleitpflanze zu Tomaten ist Spinat sehr empfehlenswert. Ausgesät wird Spinat direkt ins Freiland. Der Zeitpunkt der Aussaat hängt vom gewünschten Erntezeitraum ab. Möchten Sie ein bisschen Spinat im Frühjahr ernten, können Sie ab Ende Februar bis April das Blattgemüse aussäen. Als Vorbereitung für den Sommer kann das Saatgut auch im Mai ausgestreut werden. Für eine Herbsternte dagegen wird der Spinat im August als Nachkultur auf den Beeten ausgestreut. Säen Sie im September aus, dann müssen Sie die Jungpflanzen bei Frost zudecken, aber dafür haben Sie auch im Winter leckeren Spinat.

Spinat ist eine sehr unkomplizierte Pflanze, lediglich zu starken Wind mag er nicht. Außerdem sollte auf Stickstoffdünger verzichtet werden, da sonst der Nitratgehalt in den Blättern zu stark ansteigt. Generell sollte aufgrund der kürzeren Tage der Winterspinat am Nachmittag geerntet werden, damit der Nitratgehalt in den Blättern möglichst gering ist. Auch das Blanchieren der Blätter empfiehlt sich im Winter, da dadurch das Nitrat noch weiter verringert wird.

Aber Spinat enthält auch wichtige Nährstoffe wie:

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Eine Schüssel Spinat auf einem Holztisch. (Symbolbild)
Spinat ist äußerst gesund, wenn man ihn richtig erntet. (Symbolbild) © Sergejs Rahunoks/Imago

Menschen mit Nierensteinen sollten aufgrund der Oxalsäure auf den Genuss von Spinat verzichten. Ansonsten kann der Oxalsäuregehalt mit der Beimischung von Milchprodukten neutralisiert werden, zum Beispiel wenn man aus den Blättern Rahmspinat zubereitet.

Spinat selbst anbauen: Ernten und richtig aufbewahren

Spinat kann geerntet werden, sobald die Pflanzen sechs Blätter haben. Die Blätter sollten mit einer scharfen Schere oder einem scharfen Messer geerntet werden, damit die Pflanze nicht beschädigt wird. Fängt der Spinat zu blühen an, kann er nicht mehr gegessen werden.

Die jungen Spinatblätter können als Salat verwendet werden und die größeren Blätter für Aufläufe, Quiche oder Pizzen, wie kraut&rüben berichtet.

Roh kann der Spinat – in einem feuchten Tuch eingeschlagen – maximal zwei Tage aufbewahrt werden. Ist er jedoch gekocht, sollte er höchstens einen einzigen Tag aufbewahrt werden. Am längsten hält sich gefrorener Spinat. Dafür die Blätter kurz blanchieren, anschließend mit Eiswasser abschrecken und anschließend portionsweise in Gefrierbeutel einfrieren. So hält er sich zehn Monate lang. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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