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Sellerie ernten: So holen Sie die Knolle und Stangen unbeschädigt aus der Erde

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Von: Anna Katharina Küsters

Knollensellerie ist ein enger Verwandter des Staudenselleries, Gartenfans müssen ihn jedoch etwas anders ernten. Saison hat er von Juli bis Ende November.

Hamburg – Sellerie ist längst nicht jedermanns Geschmack, gehört aber fast in jede Suppe und ist auch sonst in der Küche etwa als Ofengemüse oder in Eintöpfen und einer gut gemachten Bolognese ein Muss. Knollensellerie und Staudensellerie gilt es zu unterscheiden, denn sie sind zwar eng verwandt, Gartenfans müssen sie jedoch unterschiedlich ernten.

Sellerie ernten: So holen Sie die Knolle und Stangen unbeschädigt aus der Erde

Der Echte Sellerie, botansich Apium graveolens, hat nicht nur eine Heimat, denn bis er gezielt angebaut wurde, kam die Wildform zum Beispiel sowohl in Europa, Nordafrika, auf Madeira, in Westasien, Zentralasien als auch im Kaukasusraum vor. Mittlerweile gilt die Wildform zumindest in Mitteleuropa als nahezu ausgestorben. Dafür boomt der Anbau auf wirtschaftlich betriebenen Feldern, denn das Gemüse gibt es nicht nur in vielen Variationen, sondern es ist auch das perfekte Wintergemüse.

Grundsätzlich finden Gartenfans im Supermarkt in der Regel Knollensellerie und Staudensellerie. Den Hauptunterschied tragen die zwei Gruppen schon im Namen: Beim Knollensellerie steht die kleine, feste Knolle im Vordergrund, der Strunk ist eher Nebensache. Anders sieht es beim Stangensellerie aus, dessen Knolle kaum sichtbar ist, die aus dem Boden wachsenden Stangen stehen jedoch im Fokus der Ernte. Besonders Stangensellerie essen viele Gärtnerinnen und Gärtner gerne roh, denn die Konsistenz ist gut kaubar und er schmeckt nicht ganz so herb wie Knollensellerie. Knollensellerie ist hingegen sehr fest und schmeckt gekocht besser.

Zu sehen ist eine junge Frau, die eine Selleriestange biegt (Symbolbild).
Stangensellerie lässt sich sehr gut roh essen (Symbolbild). © Imago

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Sellerie ernten: Das macht das Gemüse so gesund

Egal, für welchen Sellerie sich Gartenfreunde entscheiden: Gesund sind beide. So zeichnet Knollensellerie sich beispielsweise durch folgende Merkmale aus:

Die beiden Komponenten wirken im Körper an mehreren Stellen. So beruhigend sie einen gereizten Magen, wirken antibakteriell, entwässern den Körper und regen die Verdauung an. Für das sehr intensive Selleriearoma sind übrigens in den ätherischen Ölen enthaltene Phthalide verantwortlich.

Allergikerinnen und Allergiker müssen beim Genuss von Sellerie jedoch vorsichtig sein, denn wer beispielsweise auf Möhren allergisch reagiert, verträgt meist auch keinen Sellerie*.

Sellerie ernten: So gelingt die Ernte des Knollenselleries

Bei der Ernte müssen Gärtnerinnen und Gärtner je nach Sellerie-Art unterschiedlich vorgehen. Beim Knollensellerie ist die Rübe laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) besonders aromatisch, je kleiner und knackiger sie ist. Die Knolle muss vor dem ersten Frost aus der Erde. Dazu nehmen sich Pflanzenfans eine Grabegabel und hebeln die Rübe vorsichtig aus der Erde heraus.

Mit einem Messer schneiden Gärtnerinnen und Gärtner dann die an der Knolle hängenden Wurzeln ab. Danach können sie das Grün am oberen Teil abtrennen, aber Vorsicht: Die Herzblätter müssen dran bleiben, damit die Knolle nicht so anfällig für Pilze und Pflanzenkrankheiten ist. Der abgeschnittene Grün-Teil lässt sich prima als Suppengrün verwenden. Ist die Knolle aus der Erde, kann sie entweder sofort auf dem Teller landen oder im Keller in Sand über mehrere Monate lagern. Dabei hilft es dem Gemüse, wenn Gartenfreunde die Erde nicht abwaschen, sondern sie als Schutzmantel am Sellerie belassen.

Sellerie ernten: So gelingt die Ernte des Stangenselleries

Beim Ernten des Stangenselleries müssen Gartenfans etwas anders vorgehen. Dabei liegt der Fokus auf den oberirdisch wachsenden, grünen, festen Stangen. Ab Oktober sind die Stangen in der Regel fertig ausgereift und vertragen frostige Nächte noch viel weniger als Knollensellerie. Am besten greifen Gemüsejunkies die Stangen bodennah und ziehen sie samt kleiner Knolle aus dem Boden. Um möglichst lange von ihm zu haben, schneiden sie die Stange danach etwa zehn Zentimeter über den ersten Blättern ab, wickeln sie in Zeitungspapier ein und legen sie in eine mit Sand gefüllte Kiste in den Keller. So ist der Stangensellerie auch nach zwei Monaten noch frisch und genießbar. Daneben lassen sich die Sellerie-Stangen auch problemlos einfrieren und so sogar über drei Monate haltbar machen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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