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Schlehen anbauen: Die Pflanze für Tee, Marmelade, Alkohol und Speiseöl

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Von: Mattias Nemeth

Die fast vergessene Wildobstpflanze ist vielseitig und es gibt wohl keinen Selbstversorgergarten, der nicht von ihr profitieren kann.

München – Schlehen gehörten vor allem in früheren Zeiten zu wichtigen Pflanzen für die Selbstversorgung im Winter. Vor allem in dieser kalten Zeit gibt es kaum andere heimische Früchte, daher sind Schlehen sehr wertvolle Lieferanten für Vitamine und Ballaststoffe. Doch auch wenn sie nach wie vor an fast jeder Ecke wächst, kennen den vollen Umfang der Nutzungsmöglichkeiten nur noch sehr wenige.

Schlehen anbauen: Die Pflanze für Tee, Marmelade, Alkohol und Speiseöl

Informiert man sich über die Nutzung von Schlehen, bekommt man schnell die Information, dass die Schlehenfrüchte erst nach dem Frost genießbar werden. Es ist jedoch so, dass die Früchte nach dem Frost lediglich etwas süßer werden. Diese können auch gut vorher schon geerntet und verwendet werden.

Aus den Blättern und den Blüten können Sie einen sehr gesunden und aromatischen Tee herstellen. Der Tee ist gut bei:

Aber die wunderschönen Blüten können auch kandiert werden. Aus den Früchten kann man Gelee, Marmelade, Sirup, Nektar und Schlehenfeuer herstellen. Sogar die Samen lassen sich weiterverarbeiten, denn sie enthalten sehr viel Öl und werden deshalb zu Speiseöl gepresst.

Als Nützlingsfutterpflanze ist die Schlehe unverzichtbar für eine Permakultur oder einen Waldgarten. Die Blüten locken zahlreiche Insekten an, und Vögel wie das Rotkehlchen, die Amsel und der Zaunkönig lieben die Beeren*. Außerdem macht die Bedornung die Schlehe zu einem wertvollen Vogelschutzgehölz, insbesondere für Strauchbrüter bietet sie einen idealen Lebensraum, kraut&rüben berichtet.

Die leuchten blauen Früchte der Schlehen an einem Ast. (Symbolbild)
Die Früchte der Schlehe sind sehr vielseitig einsetzbar sind und gehören zur winterlichen Selbstversorgung einfach dazu. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

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Schlehen anbauen: So wächst das Wildobst in Ihrem Garten

Was den Anbau angeht, ist die Schlehe wie die meisten heimischen Wildobstsorten absolut unkompliziert. Sie stellt keinerlei Ansprüche an den Boden, aber sie bevorzugt einen Platz im Halbschatten oder in der vollen Sonne. Allerdings gehört die Schlehe nicht zu den Selbstbefruchtern. Deshalb muss eine zweite Sorte daneben gepflanzt werden. Die Vermehrung folgt durch das Abstechen von Wurzelausläufern oder durch gezielte Absenker. Diese Art der Vermehrung macht es nötig, der Schlehe mit ihren drei Metern Höhe auch reichlich Fläche zu geben, damit die Wurzelausläufer auch austreiben können, ohne anderen Pflanzen in die Quere zu kommen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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