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Sauerstoff in Zimmerpflanzen: Diese Gewächse empfiehlt die NASA für reine Luft

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Von: Joana Lück

Belastete Luft in den eigenen vier Wänden ist für die meisten Menschen ein Albtraum. Gut, dass es Pflanzen gibt, die Chemikalien und Schadstoffe aus der Luft filtern.

Washington D.C. – Dass Pflanzen eine gesunde Auswirkung auf unser Immunsystem und unser allgemeines Wohlbefinden haben, wissen wir längst. Auch, dass Pflanzen mithilfe von Licht und Wasser Photosynthese betreiben und dabei Chlorophyll bilden. Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) ist aber einen Schritt weiter gegangen und wollte herausfinden, ob Pflanzen auch gefährliche Schadstoffe aus der Luft absorbieren. Insbesondere seit Covid-19 haben die Themen Luftreinigung und Luftfilter eine neue Bedeutung gewonnen und sind relevant wie nie zuvor.

Nahaufnahme von einer grünen Palmenpflanze. (Symbolbild)
Pflanzen stellen mithilfe ihrer Blätter Chlorophyll her. (Symbolbild) © Pawel Opaska/Imago

Sauerstoff in Zimmerpflanzen: Diese Gewächse empfiehlt die NASA für reine Luft

Ausschlaggebend für die Initiation der ursprünglichen Studie von 1989 war das Ziel, Raumstationen zu gesünderen Orten mit regelmäßiger Luftzirkulation zu gestalten. Da im All logischerweise nicht einfach ein Fenster geöffnet werden kann und so Kohlendioxid nicht automatisch gegen frischen Sauerstoff ausgetauscht wird, suchte die amerikanische Luftraumbehörde nach anderen Wegen, die Lebensqualität im Spaceshuttle zu verbessern.

Aber auch in heimischen Häusern und Zimmern ist die Luft um ein Vielfaches schlechter als draußen, weshalb nicht nur Astronauten von der Studie profitieren. Wenn Sie jetzt denken „In meiner Wohnung gibt es ganz sicher keine furchtbaren Schadstoffe“, dann irren Sie sich. Denn Chemikalien* kommen in vielen Dingen des alltäglichen Gebrauchs vor: Nagellack, Druckertinte, in Möbeln, Lacken, Farben und sogar Kerzen.

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Sauerstoff in Zimmerpflanzen: Das sind die Ergebnisse

Das Ergebnis der zweijährigen Studie, die in Mississippi durchgeführt wurde, erstaunte: Von den krebserregenden Chemikalien Benzol, Formaldehyd und dem Lösungsmittel Trichlorethen konnte nachher tatsächlich eine geringere Konzentration gemessen werden. Die Forscher folgerten, dass die Photosynthese der Pflanzenblätter dafür verantwortlich war. Unter anderem diese Gewächse begünstigen den Luftaustausch in Ihren vier Wänden:

Müssen Sie jetzt jeden Kubikzentimeter Ihrer Wohnung mit Pflanzen ausfüllen? Die NASA empfiehlt eine Pflanze pro 100 Quadratfuß, also pro 9,3 Quadratmeter. Das macht bei einer Zweizimmerwohnung also um die acht bis zehn Pflanzen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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