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Rucola ernten: So müssen Sie es machen, damit er wieder nachwächst

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Von: Anna Katharina Küsters

Rucola gehört zu den ersten Salatsorten, die im neuen Jahr als erstes aus der Erde sprießen. Bei der Ernte im Mai müssen Gartenfreunde auf ein paar Dinge achten, damit der Salat nachwächst.

Bonn – Rucola ist eine beliebte Salatsorte, die tatsächlich bis vor ein paar Jahren noch als Unkraut galt. Doch das Blattgemüse überzeugt in der Küche mit seinem scharfen Geschmack und ist gut mit Spargel und Erdbeeren kombinierbar. Bei der Ernte müssen Gärtnerinnen und Gärtner aufpassen, denn bei falscher Handhabung wächst die Pflanze nicht mehr nach.

Rucola ernten: So müssen Sie es machen, damit er wieder nachwächst

Rucola findet sich in fast jedem gemischten Salat wieder, den Gartenfreunde bestellen oder selbst herrichten. Auf Deutsch trägt das Blattgemüse den Namen Rauke. Besonders bekannt sind die Arten Salatrauke und Wilde Rauke. Sie gehören zur Familie der Kreuzblütler und haben ihren Ursprung im Mittelmeerraum. Deswegen ist die Pflanze auch besonders in Italien sehr beliebt und erlebte, angeregt durch die italienische Küche, in Deutschland eine Renaissance. Die Salatrauke hat laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gebuchtete Blätter, wohingegen die Wilde Rauke stark gezähnte Blätter hat, die noch intensiver schmecken.

Der herbe, leicht scharfe Geschmack geht auf die in Rucola enthaltenen Senföle zurück. Kauen Gartenfreunde auf den Blättern, setzen sie die Senföle frei und verstärken deren Effekt. Neben den Senfölen sind aber noch weitere, gesunde Inhaltsstoffe in Rucola enthalten. Zum Beispiel:

In Kombination mit Gemüse wie Tomaten oder Paprika spielt dann auch das enthaltene Nitrat im Rucola keine nennenswerte Rolle mehr für den Körper.

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Rucola ernten: So gelingt es am besten

Wer sich Rucola ins Gemüsebeet oder Hochbeet gesetzt hat, der profitiert schnell von dem Blattgemüse. Bereits nach drei bis vier Wochen landen die ersten Blätter schon im Erntekorb. Dabei müssen Gartenfreunde beachten, dass sie die Blätter besser vor der Blüte ernten. Andernfalls schmecken sie bitter und sind nicht mehr gut genießbar. Länger als zehn Zentimeter sollte jedes einzelne Blatt dabei nicht sein, denn auch dann nehmen die Bitterstoffe zu stark zu.

Gärtnerinnen und Gärtner, die ihre Rucola-Pflanze noch weitere Male abernten wollen, müssen einen weiteren Trick beherzigen: Sie sollten die Blätter nicht ganz unten am Boden abschneiden, sondern zwei bis drei Zentimeter Rest stehen lassen. Außerdem muss das Herz in der Mitte des Rucola stehen bleiben. Das bedeutet, dass Pflanzenfans etwa drei mittlere Stiele nicht abschneiden sollten. So wachsen die Blätter noch zwei bis drei Mal zu prächtigen Salatblättern heran. Besonders lecker schmeckt Rucola beispielsweise als Vorspeise in Kombination mit Kabeljau*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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