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Rotkohl: So bauen Sie die traditionelle Weihnachtsbeilage richtig an und verarbeiten sie

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Von: Mattias Nemeth

Weihnachten ist für viele ohne einen guten Rotkohl kaum vorstellbar. Bei den meisten kommt er allerdings aus dem Glas, doch er lässt sich auch ganz einfach selbst anbauen.

München – Aus Rotkohl kann man einen knackigen Wintersalat machen, aber auch die traditionelle und beliebte Beilage. Auch wenn der Rotkohl nicht die gerade die einfachste Anbaukultur ist, lohnt er sich auf jeden Fall. Denn ein frischer, selbst geernteter und selbst gekochter Rotkohl ist definitiv ein Highlight, nicht nur für das Weihnachtsmenü.

Rotkohl: So bauen Sie die beliebte Weihnachtsbeilage richtig an und verarbeiten sie

Bereits vor der Aussaat sollte der Boden vorbereitet werden. Der Zeitpunkt variiert dabei von Sorte zu Sorte. Der letzte Pflanztermin ist aber Ende Juni, wie kraut&rüben berichtet. Beispielsweise mit einer Flächenkompostierung oder einer Gründüngung kann der Boden so mit Nährstoffen anreichern. Denn Rotkohl ist ein Starkzehrer. Er braucht einen humusreichen und feuchten Boden. In diesen sollten auch die vorgezogenen Jungpflanzen eingesetzt werden. Dort können bereits die jungen Blätter als Salat geerntet werden oder Sie lassen die Köpfe wachsen. Der Kopf kann geerntet werden, sobald dieser fest ist.

Bis dahin benötigt er aber viel Wasser und viele Nährstoffe. Im besten Fall mit Kompost und Pflanzenjauchen. Sie sollten Sellerie und Tomatenpflanzen daneben pflanzen, denn diese lindern die Fressattacken des Kohlweißling etwas. Allerdings reicht dies als Schädlingsschutz nicht aus. Vor allem die Kohlfliegenmaden schaden dem Kohl nachhaltig. Hier hilft nur ein entsprechendes Schutznetz. Zudem sollte der Boden um den Kohl herum regelmäßig gehackt, gelockert und gemulcht werden.

Die Nahaufnahme eines Rotkohls. (Symbolbild)
Rotkohl oder auch Blaukraut kann mit ein bisschen Aufwand selbst angebaut. (Symbolbild) ©  Shotshop/Imago

Für Weihnachten eignen sich besonders Spätreife Sorten, wie beispielsweise:

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Rotkohl: So bereiten Sie Weihnachts-Rotkohl zu

Ist der Kohl reif, dann kann er zubereitet werden.* Dafür wird der Kopf oberhalb der Wurzel abgeschnitten. Der Rotkohl wird anschließend geviertelt. Der Strunk wird herausgeschnitten, der Rest wird in sehr dünne Streifen geschnitten. Dieses wird zusammen mit Nelken ungefähr in 25 Minuten gedünstet, aber nicht ganz weich gekocht. Rote Zwiebeln und Apfelstücke werden in einer Pfanne angeschwitzt, dazu kommt der Rotkohl ohne das Wasser. Alles wird mit weißen Balsamico abgeschmeckt. Dann kommt Zimt, Pfeffer und Salz nach Geschmack hinzu. Bei ständigen rühren weitere 20 Minuten weichkochen. Nach Geschmack können auch zerkleinerte Maronen hinzugegeben werden. Zudem kann auch eine kleine Menge Mandelmus und/oder Rotwein hinzugegeben werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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