Violettes Superfood

Rote Beete: Wie Sie das Gemüse säen und ernten

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Zu einem gut bestückten Gemüsebeet gehört natürlich auch Rote Bete. Die Rübe zählt zum Superfood im Garten und Gartenfreunde können sie noch bis Ende Oktober ernten.

Bonn Rote Beete ist bekannt für ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Im Oktober liegt die Ernte der Knolle in den letzten Zügen. Gärtnerinnen und Gärtner können die Rübe aber noch einige Wochen lagern, sodass sie auch im Winter das Gemüse noch auf den Speiseplan schreiben können.

Rote Beete: Wie Sie das Gemüse ernten und lagern

Schon Griechen und Römer kannten die Rübe und wussten sie zu schätzen. Mit der Zeit kamen auch Menschen nördlich der Alpen auf den Geschmack und pflanzten die Rübe an. Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) standen in der Küche jedoch bis zum 13. Jahrhundert vor allem die Blätter im Mittelpunkt. Der Fokus verschob sich aufgrund einer jahrhundertelangen Züchtungsgeschichte vom Blattwerk auf die Knolle. (Feuerdorn im Herbst: So sorgt er jetzt noch für Farbtupfer im Garten und Futter für Vögel)

Und diese hat es in sich. Laut dem Bundesministerium für Ernährung bringt eine Rote Beete viele positive Eigenschaften mit sich:

  • sie wirkt entzündungshemmend
  • sie senkt den Blutdruck
  • sie wirkt antikanzerogen, vermindert also das Risiko an Krebs zu erkanken
  • sie unterstützt das Immunsystem

Zudem ist sie eine wahre Mineralstoff- und Vitamin-Quelle. (Mineralstoffmangel: Diese Lebensmittel aus dem Garten helfen)

In Rote Beete stecken:

  • Kalium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Zink
  • Vitamine der B-Gruppe
  • Folsäure
  • Provitamin A

Rote Beete: So funktioniert der Anbau

Bei Anbau der Roten Beete gibt es mittlerweile eine große Auswahl an verschiedenen Sorten. So gibt es neben den klassisch violett gefärbten Sorten wie der Roten Kugel, der Roten Kugel 2, Boro F1, Boldor F1 und der Ägyptischen Plattrunden mittlerweile auch viele Sorten, die weißes und gelbes Fleisch haben oder mehrfarbig sind. Dazu zählen zum Beispiel Chioggia, Burpee’s Gold und Blankoma.

Rote Beete können Gärtnerinnen und Gärtner ab April direkt im Freien aussäen. Das empfiehlt auch merkur.de*. Dafür nehmen sie sich die entsprechenden Samen und säen diese am besten in einer Reihe hintereinander aus. Der Abstand zwischen den Samen sollte ungefähr zehn Zentimeter betragen. Ist Platz für mehrere Reihen, sollten Gartenfreunde zwischen den einzelnen Reihen etwa 30 Zentimeter Freiraum lassen. So kommen sich die einzelnen Reihen beim Wachsen nicht in die Quere.

Gartenfreunde, die auch noch im Oktober Rote Beete ernten wollen, sollten mehrere Aussaatzirkel einplanen. Etwa alle vier bis fünf Wochen können dann entsprechende Sorten nachgesät werden. (Blumen im Oktober: Diese Arten können Sie jetzt säen)

Rote Beete: So funktioniert die Ernte

Von der Roten Beete ist fast alles essbar. Die Blätter des Gemüses können Gärtnerinnen und Gärtner deshalb auch in einem fort abernte. Wichtig dabei ist, das mittlere Blatt stehen zu lassen. Die Knollen benötigen etwas länger als drei Monate, bis sie reif sind. Zu diesem Zeitpunkt verfärben sich dann auch die Blätter der Beete leicht. Je nach Sorte ist dann die Knolle größer oder kleiner. Mit einer Schaufel heben Gärtnerinnen und Gärtner die Knolle vorsichtig aus der Erde, befreien sie von Schmutz und können sie dann mehrere Monate im Kühlschrank einlagern. Kühle und Dunkelheit bevorzugt die Rübe. (Kürbiskerne: Wie Sie die Kerne richtig ernten und lagern)

So eingelagert oder frisch geerntet, lassen sich aus Rote Beete viele zauberhafte Gerichte zubereiten. So zum Beispiel eine Rote Beete Tarte, einen Russischen Borschtsch oder einfach mit Meerrettich-Kokossoße verfeinert. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images / Cavan Images

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