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Rattenschwanz-Radieschen: Eine Rarität, die in Ihrem Beet nicht fehlen darf

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Rattenschwanz-Radieschen schmecken scharf, würzig und perfekt auf Brot mit Frischkäse. Die Pflanze ist zudem leicht zu kultivieren.

München – Radieschen gelten allgemein als robuste und kälteunempfindliche Pflanzen, die schon früh im Jahr ins Beet können. Eine etwas ausgefallenere Alternative sind Rattenschwanz-Radieschen. Ihre langen, grünen Schoten schmecken scharf und sind eine gute Möglichkeit, Butterbrote aufzupeppen.

Rattenschwanz-Radieschen: So bauen Sie die Rarität in Ihrem Garten an

Rattenschwanz-Radieschen tragen auch den Namen Schlangenradieschen. Beide Namen lassen sich von der Form ihrer Schoten ableiten. Die sind in voll ausgebildetem Zustand etwa zehn Zentimeter lang, knallgrün, knackig und laufen am Ende spitz zu. Das Ende der Schoten erinnert an einen Rattenschwanz oder eine Schlange. Im Gegensatz zu normalen Radieschen stehen also nicht die Speicherknollen im Vordergrund, sondern die sich aus den weißen und blass rosafarbenen Blüten bildenden Schoten. Außerdem erreichen Rattenschwanz-Radieschen eine Höhe von bis zu einem Meter, sollten also am besten mit Rankhilfe in den Boden kommen.

Seinen Ursprung hat das Rattenschwanz-Radieschen in Asien. Im 18. Jahrhundert kam es nach Europa und fristet seit dem ein recht unbekanntes Dasein im normalen Gartenbetrieb. Der botanische Name lautet Raphanus sativus var. caudatus und die zur Familie der Kreuzblütler gehörenden Pflanzen sind eng verwandt mit dem bekannten Radieschen und Rettich.

Rattenschwanz-Radieschen: So kultivieren Sie die Pflanze

Gärtnerinnen und Gärtner, die sich die Rarität unter den Radieschenpflanzen in den eigenen Garten holen wollen, können schon früh im Jahr mit der Aussaat beginnen. Schon ab März können die Samen in die Erde. Sie können also wie normale Radieschen auch bereits in ein Frühbeet*.

Wichtig ist dabei laut dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt vor allem:

Gartenfreunde können die Rattenschwanz-Radieschen nach einer Weile auch mit Rasenrückschnitt düngen. So erhalten sie zusätzlich Nährstoffe und ihr Wurzeln trocknen nicht so schnell aus. Das Praktische an Rattenschwanz-Radieschen ist, dass die Pflanze sich zwischen März und Juni immer wieder nachsäen lässt. Haben Gartenfreunde die Schoten einmal abgeerntet, können sie bis Juni immer wieder neue Radieschen-Samen aussäen. So bleibt im Frühjahr und im Frühsommer eine konstante Ernte sicher.

Rattenschwanz-Radieschen: So schmecken die Schoten

Die Schoten lassen sich vielfältig in der Küche einsetzen. Sie schmecken scharf und radieschenähnlich und eignen sich beispielsweise wunderbar als Brotbelag. Dafür bestreichen Gartenfreunde eine Scheibe ihres selbst gebackenen Bauernbrotes mit Frischkäse und legen ein paar der Schoten quer darüber. Fällt die Ernte sehr groß aus, ist es auch möglich, die Schoten wie Essiggurken einzulegen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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