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Radieschen pflanzen: Aus diesen Gründen wächst die Pflanze so schnell

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Von: Anna Katharina Küsters

Innerhalb von acht Wochen können Gartenfreunde ihre ersten Radieschen ernten, wenn sie sie im März gesät haben. Die richtige Sortenwahl ist dabei unerlässlich.

Berlin – Im März und April beginnt die Garten- und Balkonarbeit und Pflanzenfreunde können die ersten warmen Tage kaum noch erwarten. Besonders Radieschen sind in dieser Jahreszeit beliebt, denn sie sind relativ robust und lassen sich innerhalb weniger Wochen ernten. Für eine reiche Radieschenernte braucht es nur die richtige Pflanzung und Pflege der Pflanze.

Radieschen pflanzen: Wer richtig sät, feiert schnelle Ernteerfolge

Der botanische Name des Radieschens lautet Raphanus sativus var. sativus. Ein kompliziert klingender Name, der jedoch ein einfach anzupflanzendes Knollengemüse betitelt. Radieschen sind eine Sorte des Gartenrettichs und gehören zur Familie der Kreuzblütler. Die meisten kennen vor allem die rote Knolle des Gemüses, doch je nach Sorte kann diese auch gelb oder weiß gefärbt sein.

Die Sorte ist auch bei der Aussaat im Frühjahr entscheidend, denn längst nicht jede Radieschen-Sorte verträgt die Kälte des Frühlings und ausklingenden Winters*. Radieschen-Sorten, die Gartenfreunde auch schon im Frühjahr in Frühbeet oder sogar ins Gemüsebeet pflanzen können, sind zum Beispiel:

Diese Radieschen-Sorten haben den Vorteil, dass sie zügig wachsen. Laut dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) müssen Gärtnerinnen und Gärtner jedoch kräftig gießen, denn die frühen Sorten bilden kein sonderlich tiefes Wurzelwerk und können somit nicht auf tieferliegende Wasserressourcen zurückgreifen. Der BDG empfiehlt, fünf Liter auf drei Quadratmeter alle drei Tage zu verteilen.

Radieschen pflanzen: Standort und Aussaat

Radieschen sind recht anspruchslos, was ihren Standort betrifft. Ist der Boden feucht und wachsen die Radieschen an einem sonnigen Platz, steht einer erfolgreichen Ernte nichts mehr im Weg. Das macht es auch Balkonfreunden leicht, Radieschen in einem Hochbeet oder Topf zu ziehen. Besonders auf Südbalkonen gelingt das gut.

Um später leckere Knollen bilden zu können, brauchen Radieschen Platz. Bei der Aussaat ist es also wichtig, etwa acht Zentimeter zwischen den einzelnen Samen freizulassen. Je nach Sorte variiert dieser Abstand jedoch, was auf den Saattütchen abzulesen ist. Zwischen den einzelnen Saatreihen braucht es etwa 20 Zentimeter Freiraum. Stehen die Pflanzen nach der Keimung noch zu eng, pikieren Gartenfreunde die jungen Pflanzen einfach. Die Samen müssen jeweils nur einen Zentimeter tief in die Erde und danach mit etwas Substrat überdeckt sein.

Radieschen pflanzen: Pflege und Ernte

Ist Kompost in den meisten Fällen ein guter Dünger, müssen Gartenfreunde bei Radieschen die Finger davon lassen. Kompost ist für die kleinen Pflanzen zu salzig, sodass sie eingehen. Besonders im Frühjahr ist teilweise noch ein Schutz gegen Frost nötig. Ein Vlies oder selbst gebastelte Konstruktionen aus Wäscheständern helfen dabei weiter.

Im Frühjahr sind bei guten Bedingungen Radieschen dann nach etwa acht Wochen erntereif. Wer dabei zu lange mit der Ernte wartet, bekommt am Ende nicht genießbare Knollen. Im Sommer verkürzt sich die Erntezeit sogar auf vier Tage. Im Frühjahr liegt sie bei etwa zehn Tagen. Gut zu wissen ist, dass sich auch die Blätter des Radieschens essen lassen und wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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