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Permaveggies pflanzen: Folgendes Gemüse wächst immer wieder nach

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Wer sein Gemüsebeet schlau bestückt, muss längst nicht jedes Jahr neu pflanzen. Denn sogenannte Permaveggies schenken über Jahre hinweg immer wieder neue Ernteerträge.

München – Unter dem Namen Permaveggies laufen Gemüsesorten, die sich auch Jahre nach der Pflanzung noch abernten lassen. Das erspart Gärtnerinnen und Gärtnern nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Denn das geerntete Gemüse kommt dann direkt aus dem Garten und Pflanzenfans müssen es nicht im Supermarkt kaufen. Doch nur bestimmte Pflanzen eignen sich als Permaverggies.

Permaveggies pflanzen: Dieses Gemüse ernten Sie jahrelang

Der Name Permaveggies setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen: „permanent“ und „vegetable“. Übersetzt bedeutet das so viel wie ausdauerndes Gemüse. Permaveggies sind also Gemüsepflanzen, die nicht nur ein Jahr lang Ernteerträge bringen, sondern mehrjährig sind. Das trifft natürlich nur auf einige Gemüsesorten zu, daher müssen Gartenfreunde beim Saatkauf aufpassen. Besonders aus sogenannten F1-Hybriden lassen sich keine weiteren Ernteerträge ziehen. Gärtnerinnen und Gärtner müssen die Saatgutverpackung folglich sehr gut studieren.

Beim Anbau müssen Gartenfreunde außerdem ein wenig mehr Geduld mitbringen als bei einjährigen Pflanzen. Denn die Aufzucht in einer Anzuchtschale, das Pikieren und dann die Kultivierung im Beet dauert seine Zeit. Dafür lohnt es sich aber, denn ab dem ersten Jahr haben Pflanzenfans eine fast unerschöpfliche Gemüsequelle. Der Anbau von Permaveggies funktioniert auch gut im Gewächshaus oder auf dem Balkon in einem Hochbeet.

Permaveggies pflanzen: Diese Pflanzen liefern ab

Im Reich der Gemüsepflanzen eignen sich viel mehr Sorten als langjährige Beet-Bepflanzung, als viele vielleicht meinen. So zählen zum Beispiel dazu:

  • Rhabarber
  • Spargel
  • Meerrettich
  • Winterheckenzwiebel
  • Topinambur
  • Ewiger Kohl
  • Baumspinat
  • Wilder Spinat

Besonders die Winterheckenzwiebel ist für viele unbekanntes Terrain. Im Gegensatz zur Küchenzwiebel ist die Pflanze mehrjährig und es lässt sich nicht nur die gesamte Zwiebel ernten, die Gärtnerinnen und Gärtner dann nachpflanzen müssen. Sondern auch die Blätter der Pflanze, die an Schnittlauch erinnern. Die wachsen immer wieder nach und sind ein leckeres Topping auf Salaten oder Suppen. Ab April lassen sich vorgezogene Winterheckenzwiebeln ins Freie setzen. Gartenfreunde sollten dabei einen Abstand von zehn Zentimetern zwischen den Pflanzen lassen.

Im Winter ziehen sich die Pflanzen dann zurück und kommen, sobald das Wetter wieder mitspielt, im Frühjahr erneut zum Vorschein. In der Rückzugsphase brauchen die Pflanzen meist etwas Kälteschutz in Form von Reisig auf dem Beet. Gute Beetpartner für die Winterheckenzwiebel sind beispielsweise Möhren. Wächst im Gemüsebeet auch Topinambur, müssen Gärtnerinnen und Gärtner ihn nach der Ernte möglichst schnell verarbeiten in der Küche*.

Permaveggies pflanzen: Rhabarber und Wilder Spinat

Rhabarber ist den meisten Gartenfreunden wohl bekannt. Auch bei dieser Pflanze müssen Gärtnerinnen und Gärtner ein bisschen Geduld mitbringen, denn sie sollten erst nach dem dritten Jahr im Beet im Erntekorb landen. Das Warten lohnt sich, denn trägt der Rhabarber mehr Blätter, fällt die Ernte entsprechend größer aus. Zwischen Anfang Mai und Ende Juni ist dann Erntezeit, danach braucht die Pflanze Zeit, um sich für das neue Jahr zu erholen. Außerdem ist der Oxalsäure-Gehalt in den Blättern dann so hoch, dass sie sowieso ungenießbar sind. Bei guter Pflege erreicht der Rhabarber ein Alter von bis zu acht Jahren.

Wilder Spinat oder auch Guter Heinrich ist ebenfalls eine ausdauernde Pflanze. Am Guten Heinrich können Gartenfreunde sowohl die jungen Triebe als auch junge Blätter vor der Blüte der Pflanze abernten. Sie lassen sich in der Küche zu leckeren Salaten und Smoothies verarbeiten. Auch heilsamer Tee lässt sich aus den Blättern herstellen. Er soll gegen Eisenmangel und bei zu ausgeprägter Periode helfen. Die Blätter des Wilden Spinats dienen außerdem als Umschlag und Wickel dazu, bei Hautkrankheiten die Symptome zu lindern. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Margit Wild

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