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Essbare Hecken: Bei diesem Sichtschutz gibt es was zum Naschen

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Von: Mattias Nemeth

Ein Garten ist des Gärtners stolz, aber man nicht jedem den vollen Blick darauf ermöglichen. Als Sichtschutz eignet sich kaum etwas besser als eine essbare Hecke.

München – Abhängig davon, wie gut das nachbarschaftliche Verhältnis ist, kann ein Sichtschutz oder eine blickdichte Zaunbepflanzung ein recht heikles Thema sein. Dennoch möchte man nicht jeden neugierigen Blick auf das eigene Grundstück ermöglichen. Dazu besonders gut geeignet sind Pflanzen, die sowohl dem Menschen als auch den Tieren eine Freude bereiten.

Essbare Hecken: Sichtschutz der zum Naschen einlädt

Während so manche Hecke ein wahrer Nachbarschaftschreck ist, sind Naschhecken am Zaun eine gute Idee, um Sichtschutz und gute Nachbarschaft zu pflegen*. Aber vorsichtig, bei besonders leckeren Früchten kommt der Nachbar umso häufiger an den Gartenzaun. Aber welche Hecken sind essbar?

Die Kartoffelrose sieht vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen wild aus, wird sie als Sichtschutz genutzt, aber sie besticht durch ihre Blüten, den betörenden Duft und die gesunden Hagebutten. Ein zusätzlicher Vorteil: die Nützlinge und Vögel lieben die schöne Rose. Genauso verhält es sich mit dem Sanddorn. Auch diese schöne Wildhecke hat sehr gesunde essbare Früchte, die auch wertvoll für Vögel und Nützlinge sind. Beide Hecken lassen sich auch miteinander kombinieren. Auch im Marmeladenglas lassen sich die beiden sehr gut miteinander kombinieren.

Eine Kartoffelrose mit purpurnen Blüten an einem Staketenzaun. (Symbolbild)
Die Kartoffelrose ist schön und hat tolle Früchte. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Auch die Mispel ist eine gute Marmeladenzutat. Einige veredelte Sorten, beispielsweise die Nottingham, können auch zu einem guten Sichtschutz erzogen werden. Ein weiteres dafür geeignetes Rosengewächs ist die Felsenbirne mit ihren gesunden und leckeren Früchten. Roh nicht ganz so lecker, aber gut zur Verarbeitung geeignet ist der Wildapfel. Dazu passt auch sehr gut eine Zierquitte, die neben ihren Früchten auch mit wunderschönen roten Blüten punktet.

Eine essbare Hecke, die etwas Abstand zu Pflanzen mit starkem Wurzelwachstum braucht, ist die Kornelkirsche. Durch ihre eher feinen Wurzeln sollte sie besser nicht mit anderen Heckenpflanzen kombiniert werden.

Auch die Haselnuss gibt einen guten Sichtschutz ab und die leckeren Nüsse sind ein zusätzlicher Pluspunkt. Wer es lieber süßer mag, der sollte stattdessen auf die Honigbeere oder auch sibirische Blaubeere zurückgreifen.

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Essbare Hecken: Das Obstspalier als Alternative

Aber auch mit einem Spalier oder Gerüst kann man aus so manchen essbaren Sträuchern eine Naschhecke ziehen. Dafür eignen sich zum Beispiel:

Generell kann auch statt einer Hecke ein Beerenbeet angelegt werden, das etwas enger bepflanzt ist. Auch damit schafft man einen essbaren Sichtschutz. Ende September beginnt traditionell die Hecken-Pflanzzeit für Immergrüne und Nadelgehölze, ab Ende Oktober die für Laubgehölze, wie kraut&rüben berichtet. Aber egal für welche essbare Hecke Sie sich entscheiden, die Vögel und die Nützlinge werden es Ihnen danken und der ein oder andere Nachbar, der gerne nascht ebenfalls. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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