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Mykorrhiza: Diese Pilze stärken Ihre Pflanzen und machen sie gesünder

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Von: Mattias Nemeth

In der freien Natur ist es üblich, dass Pilze und Pflanzen eine Symbiose eingehen, doch auch im Hobbygarten kann eine solche Symbiose mit Mykorrhiza geschaffen werden.

München – Der Boden mit all seinen Bewohnern ist unabdingbar für das Wachstum gesunder Pflanzen und deren Nährstoffaufnahme. Mit der Anreicherung mit Mikroorganismen und bestimmten Pilzsporen kann der Gartenboden genauso viel ermöglichen wie beispielsweise ein gesunder Waldboden. Einer dieser Pilzarten sind die Mykorrhiza.

Mykorrhiza: Warum wir unseren Pflanzen Pilze verpassen sollten

Mykorrhiza sind ein Geflecht aus Pilzfäden im Boden, die eine überaus effektive Symbiose mit den Pflanzenwurzeln eingehen. Die meisten Wurzeln leben in einer solchen symbiotischen Verbindung. Also führen ein Zusammenleben trotz ihrer verschiedenen Arten zum gegenseitigen Nutzen. Der Hauptfaktor in diesem bestimmten Fall ist der gegenseitige Nahrungsaustausch. Die Pilze werden von den Pflanzen mit Kohlenhydraten gefüttert.

Dafür bieten die Mykorrhiza den Pflanzen einige Vorteile:

Die nützlichen Mykorrhiza machen den schädlichen Organismen an der Pflanzenwurzel nämlich Konkurrenz, indem ein Verdrängungsprozess einsetzt, wie kraut&rüben berichtet.

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Mykorrhiza: In der Natur gängige Praxis

Die Mykorrhiza profitieren durch ihren geschützten und konstanten Lebensraum. Diesen verbessern sie auch stetig, was zu einer tollen Bodenstruktur führt. Das Pilzmilieu kann auch durch Bokashi oder gesunden Kompost verbessert werden. Zusätzlich können Sie Mykorrhiza mit effektiven Mikroorganismen kombinieren. In der Natur, beispielsweise in naturbelassenen Wäldern, geschieht diese Symbiose ganz von alleine*. Allerdings führt der erhöhte Gebrauch von Pestiziden und die Zugabe von pilzhemmenden Chemie-Dünger zum starken Ausbremsen oder ganzen Ausfallen der Symbiose.

Man kann die Mykorrhiza mittlerweile kaufen und im eigenen Garten ansiedeln beziehungsweise die Pflanzen damit impfen. Allerdings sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass diese nicht in Kombination mit Pilzhemmenden Düngern verkauft werden. Die Pilzsporen können bereits zum Saatgut gegeben werden, so wächst der Bodenpilz mit der Pflanze mit und unterstützt sie von vornherein. Besonders effektiv ist dies in Kombination mit durch Wurmhumus gedüngte Anzuchterde. Viele Tomatengärtner benutzten Mykorrhiza auch zur Verstärkung der Braunfäule-Resistenz.
*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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