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Meerrettich im Garten selbst anbauen: Wer Geduld hat, wird am Ende mit reicher Ernte belohnt

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Von: Jasmin Pospiech

Es braucht etwas Geduld und Pflege, damit Meerrettich im heimischen Garten richtig gedeihen kann. Doch wer durchhält, darf sich am Ende über eine reiche Ernte freuen.

München – Er ist gesund, scharf und robust: der Meerrettich (Armoracia rusticana). Kein Wunder, stammt die Staudenpflanze doch ursprünglich aus Russland. Doch auch hierzulande gedeiht er wild, am liebsten da, wo es feucht ist. Auch im Gemüsegarten macht sich der Kreuzblütler gut, denn dort wächst er bei uns unter den richtigen Bedingungen fast von alleine.

Meerrettich im Garten selbst anbauen: Wer Geduld hat, wird am Ende reich belohnt

Die Pflanze erreicht etwa eine Höhe von bis zu einem Meter. Und auch das, was über der Erde sprießt, macht optisch viel her. Schließlich bildet der Meerrettich große, längliche Blätter und weiße Blüten aus. Obwohl die meisten nur die Knolle in der Küche kennen, können auch Erstere zum Würzen verwendet werden. (Rote Beete: Wie Sie das Gemüse säen und ernten)

Das scharfe Wurzelgemüse ist aufgrund seiner enthaltenen Senföle und seines hohen Vitamin C-Gehalts sehr gesund. Daher wird er, ebenso wie Ingwer, gerne bei Erkältungen angewandt. Aber auch in der Küche ist die angenehme Schärfe des Meerrettichs willkommen. (Fünf Gartenpflanzen gegen Erkältung: Spitzwegerich, Thymian und Co.)

Meerrettich im Garten selbst anbauen: So mag es das scharfe Wurzelgemüse am liebsten im Beet

Ob gerieben aufs Brot oder in Eintöpfen und Salaten, die Knolle sorgt für das gewisse Etwas im Essen. Allerdings muss sie schnell verbraucht werden. Lagert Meerrettich zu lange, verliert er an Geschmack und damit auch an Vitaminen. Um dem entgegenzuwirken, reicht es schon aus, wenn sie eine einzige Staude im eigenen Garten anbauen.

Doch wer Meerrettich zum ersten Mal anpflanzt, muss sich gedulden. Schließlich braucht er drei Jahre, bis er erntereif ist. Anschließend können Sie allerdings jährlich bis zu einem Drittel der Wurzeln ernten. Das kommt auch der Pflanze gelegen, der Meerrettich braucht Platz für seine Wurzeln, um sich ausbreiten zu können.

Wollen Sie die Pflanze allerdings kleiner halten, empfiehlt es sich, sie in einem großen Kübel zu ziehen. Achten Sie drauf, dass Sie sie regelmäßig gießen. Im Beet ist das nur im Sommer beziehungsweise bei Trockenheit nötig. Zudem mag es der Kreuzblütler am liebsten nicht nur feucht, sondern humos und sandig, damit er gedeihen kann. (Beerensträucher mulchen: Darum ist es jetzt so wichtig, dass Sie die Wurzeln schützen)

Meerrettich im Garten selbst anbauen: So gehen Sie richtig vor

Im Frühling oder Herbst besorgen Sie sich eine Jungpflanze aus dem Fachhandel, die dann gesetzt wird. Es reicht dazu aber auch ein Wurzelteilstück beziehunsgweise Steckling des Meerrettichs. Entscheiden Sie sich für Letzteres, müssen Sie den Steckling zuerst in einem Blumentopf vorziehen, erst danach kann er ins Beet gesetzt werden. Nach etwa drei Jahren ist die Pflanze im Boden fest verankert und kann dann geerntet werden.

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