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Mangold richtig ernten: So müssen Sie die Blätter abschneiden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Mangold ist ein in Vergessenheit geratenes Gemüse, das nicht nur lecker schmeckt, sondern auch leicht zu kultivieren ist. So ernten Sie ihn richtig.

Bonn – Der Frühsommer lockt mit den ersten großen Ernteerträgen. Geht die Spargel- und Rhabarber-Saison auch so langsam zu Ende, rücken andere leckere Gemüsesorten nach. So zum Beispiel Mangold. Als eine Kulturform der Rübe gehört er zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Gartenfans säen Mangold ab April im Beet oder im Kübel aus und ernten etwa zehn Wochen später die leckeren Blätter ab.

Mangold richtig ernten: Deswegen brauchen Sie dabei kein Messer

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) ist schon lange Zeit das Gemüse der Wahl vieler Menschen. Er galt dabei nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Heilpflanze. Ihren Ursprung hat die Pflanze wahrscheinlich im Mittelmeerraum, wo sie auch heutzutage noch oft in der Küche zum Einsatz kommt. Besonders gesund ist Mangold, da er folgende Inhaltsstoffe enthält:

Besonders für Vegetarier und Veganer ist Mangold aufgrund seines hohen Eisengehalts ein wichtiges Nahrungsmittel*. Gerade die Bitterstoffe schrecken so manchen Gartenfreund davon ab, Mangold selbst anzubauen. Doch wer der bitteren Oxalsäure ausweichen will, kann zum Mangold einfach ein Glas Milch trinken oder etwas Zucker unter die Blätter mischen. So schmeckt das Gericht dann nicht mehr ganz so bitter.

Mangold eignet sich zum Kochen, Dünsten, als Rohkost oder in einem frischen Sommersalat. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) teilt sich Mangold in zwei Gruppen auf:

Beide Mangoldarten eignen sich zum Kochen und schmeckt herrlich zu Kartoffeln, Schafskäse, Nüssen, Hähnchen und Fisch.

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Mangold richtig ernten: Darauf müssen Sie achten

Je nachdem, welche Mangoldart Gartenfans angepflanzt haben, gilt es bei der Ernte etwas zu beachten. So ist Blattmangold bereits acht bis zehn Wochen nach der Aussaat reif, Rippenmangold braucht etwas länger. Ihn ernten Pflanzenfans am besten zwölf Wochen nach der Aussaat.

Bei Rippenmangold ist es wichtig, dass Gärtnerinnen und Gärtner kein Messer bei der Ernte nutzen, sondern die Ernte per Hand machen. Dabei brechen sie einzelne Blätter kurz oberhalb der Wurzel ab. Faulenden Resten entgehen Pflanzenfans, indem sie möglichst wenig stehen lassen. Der Vorteil an einer Ernte per Hand ist, dass die Blätter wieder nachwachsen. Nutzen Gartenfans hingegen ein Messer, wachsen die Blätter erst im kommenden Jahr wieder. Wichtig bei der Ernte ist, dass das Herz des Mangolds unberührt bleibt. Nur so können sich wieder neue Blätter entwickeln und die Pflanze auch im folgenden Jahr noch weiter wachsen.

Ähnlich verhält es sich mit Blattmangold. Der Unterschied ist jedoch, dass Blattmangold auch nachwächst, wenn ganz unten abgeschnitten wurde. Bei beiden Arten ernten Gartenfans zuerst die äußeren, dann die inneren Blätter ab, das Herz muss immer stehen bleiben. Ein Messer ist beim Blattmangold bei der Ernte nicht verboten.

Mangold richtig ernten: So schnell müssen Sie ihn essen

Mangold muss frisch auf dem Teller landen, denn er ist nicht gut lagerbar. Länger als zwei Tage hält er in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank nicht. Am besten liegt er dabei nicht mit Tomaten oder anderem Obst in einem Fach, da er sonst noch schneller reift. Mangold lässt sich zudem gut einfrieren, dafür sollten Gartenfans die Blätter jedoch vorher blanchieren. Dadurch bleibt das Aroma des Mangolds besser erhalten. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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