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Maggikraut blüht: Deswegen müssen Sie sich jetzt für einen Weg entscheiden

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Von: Anna Katharina Küsters

Blüht Ihr Maggikraut, haben Sie zwei Pflege-Möglichkeiten. Entweder Sie konzentrieren sich auf die Samen der Pflanze oder auf die Blätter.

Münster – Maggikraut, was viele auch unter dem Namen Liebstöckel kennen, würzt so manche Speise intensiv. Genau deswegen ist es das perfekte Kraut für den Garten, das ohne große Pflegeeinheiten wächst und viele leckere Blätter liefert im Sommer. Ab einem bestimmten Zeitpunkt blüht das Maggikraut dann. Grundsätzlich ist das kein Problem, Gartenfans müssen sich dann aber entscheiden, wie sie die Pflanze weiterhin nutzen wollen.

Maggikraut blüht: So ernten Sie leckere Samen zum Würzen

Maggikraut, auch Liebstöckel oder Selleriekraut genannt, ist seit vielen Jahrhunderten ein fester Bestandteil vieler Küchen. Schon früh merkten die Menschen, welche Heilkraft und welche Aromen die Pflanze lieferte. Schon ab März können Gartenfans teilweise die ersten kleinen Blätter ernten, im Laufe des Sommers liefert die Pflanze dann immer wieder Nachschub. Als Heilpflanze hat Maggikraut beispielsweise folgende positiven Eigenschaften:

Als Heilpflanze ist Maggikraut laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen meist als Tee erhältlich. So kommt er beispielsweise oft bei Harnwegentzündungen zum Einsatz. Schwangere und Menschen mit Nierenproblemen sollten jedoch lieber auf Maggikraut-Tee verzichten.

In der Küche kommt Maggikraut oft zum Würzen von Eintöpfen, Hühnersuppen oder Erbsensuppen zum Einsatz. Auch in Salat schmeckt das Kraut, jedoch müssen Gartenfans dabei vorsichtig sein. Das intensive Aroma des Maggikrauts überdeckt schnell alle anderen Geschmäcker. Mehr als ein paar Blätter sollten also nicht in den Salat kommen.

Maggikraut blüht: So wächst die Pflanze im Garten

Sei es im Beet oder im Kübel: Maggikraut wächst überall und hat wenig Ansprüche an seine Umgebung. Der Boden kann sowohl locker und nährstoffreich sein, als auch lehmig und eher schwer. Bei guten Bedingungen erreicht die Pflanze eine Höhe von bis zu zwei Metern. Der Vorteil des Maggikrauts ist, dass es winterhart ist und somit im Herbst nicht ins Haus muss.

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Im Sommer beginnt die Pflanze in der Regel zu blühen. Gartenfans haben nun folgende Möglichkeiten:

Beides hat Vor- und Nachteile. Ernten Gärtnerinnen und Gärtner die Samen der Blüten im Laufe des Jahres, haben sie einen großen Vorrat zum Würzen. Die Samen lassen sich entweder als Ganzes oder in zermahlener Form ins Essen mischen. Allerdings sind die Blätter an den Stielen, die Blüten tragen, nicht mehr ganz so geschmacksintensiv. Die Pflanze braucht die Kraft, um die Blüten zu bilden und Samen zu produzieren.

Schneiden Gartenfans die Blüten frühzeitig ab, passiert das nicht. Die Blätter des Maggikrauts bleiben geschmacksintensiv, jedoch gibt es dann kein extra Samenpulver zum Kochen von leckeren Eintöpfen, als Beigabe zu Salat oder in einer Linsensuppe*. Gärtnerinnen und Gärtner haben also beim Umgang mit blühendem Maggikraut die Qual der Wahl. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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