Nahaufnahme Blüte Lenzrose. Hellrosaer Blütenkranz mit pinken Farbtupfen und gelber Kranz im Inneren.
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Lenzrosen behagt ein Platz unter Gehölzen, sie zählen zu den ersten Frühjahrsblühern im Staudenbeet (Symbolbild).

Farbenfroher Frühblüher

Lenzrosen: So pflanzen und pflegen Sie den Frühblüher richtig

  • Stephanie Drewing
    vonStephanie Drewing
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Die Lenzrose wird oft mit der Christrose verwechselt, dabei blüht die Gartenstaude ab Februar und setzt Farbtupfer in den grauen Garten.

München - Die Lenzrose (Helleborus orientalis) wird auch Frühlings-Christrose oder Orientalischer Nieswurz genannt und ist ein echter Frühlingsbote. Die Lenzrose blüht nämlich bereits ab Februar in vielen kräftigen Farben. Der Pflege-Aufwand für Gärtnerinnen und Gärtner hält sich auch im Rahmen. Lenzrosen sind unkompliziert und sehr langlebig.

Lenzrosen: So brauen und pflegen Sie den Frühblüher richtig

Lenzrosen sind winterharte Stauden, die am richtigen Standort etwa 50 Zentimeter hoch wachsen und bis zu 40 Jahre alt werden können. Der ideale Standort von Lenzrosen sollte im Halbschatten liegen und nicht zu feucht, kalt oder sauer sein, erklärt kraut&rüben.

Gepflanzt werden kann die Lenzrose vom Frühling bis in den Frühsommer. Beim Anpflanzen hilft es, etwas Kompost und Kalk zur Pflanze zu geben und anzugießen. Auch im Winter ist die Pflanze noch grün und die Blätter sind ziemlich robust. Während bereits neue Blätter gebildet werden, fallen die alten Blätter auf den Boden. Um die Lenzrose im Winter vor dem Austrocknen zu schützen, kann bei Minustemperaturen der Boden mit Reisig, Tannengrün oder Mulch* bedeckt werden.

Weitere Hinweise zur Lenzrose:

  • Herkunft: Südosteuropa, Türkei und Kaukasus
  • Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse
  • Blütezeit: Februar bis Mai
  • Besonderheiten: Alle Pflanzenteile sind giftig.

Lenzrosen: Bunte Farbenvielfalt als Übergang zum Frühjahr

Lenzrosen blühen in vielen bunten Farben ab Februar und gehören damit zu den ersten Farbtupfern im winterlichen Garten und dem auf dem Balkon neben Krokussen und Schneeglöckchen. Die Farbpalette ist vielfältig und so finden sich Lenzrosen mit Blüten in Weiß, Creme, Gelb, Rot, Rosa, Blau, Apricot oder Grün. Selten gleicht eine Lenzrose der anderen. Es gibt sie einfarbig oder apart getupft, hübsch geädert oder mit auffällig getöntem Rand. In der Blütenmitte tragen sie einen grünen, gelben, goldfarbigen oder sogar dunkelroten Kranz von kleinen Blättchen. Christrosen dagegen blühen nur in Weiß.

Die Blütenschalen der Lenzrose erreichen einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern und hängen leicht nach unten. Nach der Bestäubung durch Insekten fallen die Blütenblätter nicht ab, sondern färben sich langsam grün. So wirkt es, als ob die Pflanze lange blüht.

Lenzrosen: Selbstständige Vermehrung im Garten

Sobald die Blüte der Lenzrose vorbei ist, bilden sich trockene Früchte, die Samen enthalten. Die verblühten Triebe sollten von Gärtnerinnen und Gärtnern nicht abgetrennt werden. Die Lenzrosen dürfen sich über ihre Früchte selbst neu aussähen. Da das Saatgut nicht sortenecht ist, können die neuen Pflanzen auch andere Blütenfarben entwickeln.

Lenzrosen: Schädlinge und Krankheiten

Lenzrosen sind relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen und Pflanzenkrankheiten. Selten tritt die Schwarzfleckenkrankheit auf. Sie ist zu erkennen an braunen bis schwarzen Flecken auf den Blättern, die immer größer werden. Falls die Pflanze davon betroffen ist, sollten die Blätter schnell abgetrennt werden. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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