Frühlingsboten im Garten

Krokus im Portrait: Blütezeit, Pflanzen und Standort

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Schon bald stecken die ersten Krokusse ihre Köpfe aus der Erde. Die Frühlingsboten zählen meist zu den Frühblühern und sind leicht giftig. Am richtigen Standort blühen sie jedes Jahr wieder.

München – Krokusse gibt es zwar nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst, aber vor allem nach dem Winter fallen die bunten Blüten auf. In Violett, Gelb und Weiß schmücken die Blütenkelche dann unsere Gärten und Parks und kündigen den Frühling an.

Krokus im Portrait: Standort, Blütezeit und mehr

Krokusse gehören zu den Schwertliliengewächsen, es gibt verschiedene Arten sowie Hybride, wie bei fast allen beliebten Gartenpflanzen. In der Natur wachsen sie in Nadelwäldern und an Felshängen und sind quer über die Welt verteilt. Nicht alle Krokusse sind Frühblüher, denn der Pracht-Herbst-Krokus beispielsweise blüht erst im Herbst.

Krokusse gehören entgegen ihrer Optik übrigens nicht zu den Zwiebelgewächsen sondern zu den Stängelknollen. Krokusse enthalten Picrocrocin und sind damit für Haustiere giftig. Menschen dagegen droht eher keine Gefahr, Kinder sollten die Pflanze aber besser nicht in den Mund nehmen. Es gibt aber auch noch den Safran-Krokus, aus dem Safranfäden gewonnen werden.

Krokus im Portrait: Dort wächst der Frühlingsbote

Krokusse bilden Tochterknollen, die ab einer bestimmten Größe abgetrennt werden können. Die Brutknollen können Pflanzenfans dann im Herbst umsetzen. Die Blütezeit der Krokusse im Frühjahr ist zwischen Februar und März, einige Arten können bis in den April hinein blühen. Ähnlich wie das Schneeglöckchen ist auch der Krokus wichtig für Insekten. Nach dem Winter suchen die Tiere bei noch kühlen Temperaturen Nahrung und freuen sich über zahlreiche Krokusse.

Und diese Bedingungen brauchen Krokusse:

  • Standort: Frühblüher sollten sonnig gepflanzt werden. Mehr Schatten sorgt für eine spärlichere Blüte. Nach der Blüte können Krokusse im Topf aber wieder in den Schatten.
  • Boden: Staunässe lässt die Pflanze faulen und ist zu vermeiden. Krokusse bevorzugen durchlässige, eher sandige Böden. Auch Felsengärten sind geeignet. Zu schwer und lehmig sollte der Boden nicht sein. In diesem Fall kann Sand beigemischt werden.
  • Schnitt: Die Blüten und Blätter werden erst beim Rasenmähen mit entfernt, wenn die Blätter schon gelb geworden sind. Schneiden Sie sie, wie auch bei Schneeglöckchen, also nicht zu früh ab.
  • Pflanzen: Krokusse werden bestenfalls schon im Herbst gepflanzt, um im Frühjahr zu blühen. Ab Oktober ist ein guter Zeitpunkt, natürlich noch vor dem Frost. Bis zu zehn Zentimeter tief können die Pflanzen in die Erde, nur berühren sollten sich die Krokusse nicht nebeneinander. Weniger tief gepflanzt, werden die Krokusse aber auch wachsen.
  • Winterschutz: Da die Knollen tief gepflanzt werden, ist der nicht unbedingt nötig. Abdecken mit Laub oder Reisig kann aber helfen.
  • Arrangement: Krokusse wirken wie alle kleineren Blumen besser in großen Gruppen. Wer schon einmal eine blühende Krokus-Wiese gesehen hat, weiß, wie beeindruckend das aussehen kann. Einige Krokusse verwildern auch mit der Zeit, wenn man sie lässt. Dafür bedarf es aber meist großer Mengen gepflanzter Krokusse.

Die Frühlingsboten kehren immer wieder, sofern man sie nicht entfernt. Gelegentlich stecken Krokusse ihre Triebe sogar schon durch die Schneedecke, bedenklich ist das nicht. Allgemein gilt: Herbstkrokusse blühen im Herbst, großblütige Arten blühen im Frühjahr und kleinblütige Arten schon im späten Winter. Auch im Topf machen Krokusse eine gute Figur. Nicht zu verwechseln sind Krokusse übrigens mit den überaus giftigen Herbstzeitlosen.

Zum Krokus passen andere Pflanzen wie Schneeglöckchen, Kornelkirsche oder Zaubernuss gut.

Rubriklistenbild: © IMAGO / agefotostock

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