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Kräuter vermehren: So können Sie die Pflanzen das ganze Jahr über nutzen

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Von: Eva Goldschald

Kräuter gehören in Küche und Garten einfach dazu. Damit man das ganze Jahr über Freude damit hat, kann man sie ganz einfach selbst vermehren.

München – Mit kleinen Kräutertöpfen fangen die meisten an, bevor sie sich an große Pflanzen trauen. Leider halten die meisten Kräuter nicht lange im Topf, wenn es gut läuft auch nur eine Erntesaison. Das kann man allerdings ändern, indem man die Kräuter mit verschiedenen Methoden vermehrt. Wir erklären Ihnen, wie es funktioniert.

Kräuter vermehren: So können Sie die Pflanzen das ganze Jahr über nutzen

Egal ob auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Beet, Kräuter riechen aromatisch, können Schädlinge abhalten und verfeinern jedes Gericht und auch Getränke. Dabei gibt es mehrere Methoden, wie man immer frisches Grün Zuhause hat:

Für welche Variante man sich entscheidet, hängt einerseits von den Bedingungen und andererseits von den Kräutern selbst ab.

Kräuter vermehren: Selbst aussäen

Die wohl einfachste und sicherste Methode ist es, die Kräuter mit Saatgut selbst zu züchten. In der Gärtnerei, im Gartencenter oder im Baumarkt gibt es Saatgut in Hülle und Fülle. Meistens wählt man sogar zwischen unterschiedlichen Sorten bei der gleichen Kräuterart*. Ein Beispiel hierfür ist das Basilikum, das es mit großen oder kleinen Blättern oder auch in violett zu kaufen gibt.

Bei der Aussaat sollte man den richtigen Zeitpunkt erwischen. Setzt man die Kräuter ins Freiland, sollte man das nicht vor den Eisheiligen Mitte Mai tun. Wer die Kräuter drinnen oder auch im Wintergarten sät, kann damit schon im Februar beginnen. Auf den Verpackungen steht im Detail, ab wann die Pflanzen ins Freie oder einen größeren Topf gesetzt werden können. Wichtig ist, dass man die Setzlinge immer gut feucht hält, sie aber nie zu nass stehen. Ein kleines Gewächshaus ist ideal, da es durch den Treibhauseffekt genug Feuchtigkeit speichert und es die Setzlinge vor Kälte schützt. Ganz wichtig ist, dass die Keimlinge genug Licht erwischen.

Kräuter vermehren: Stecklinge ziehen

Hat man bereits ausgewachsene Pflanzen, freuen die sich generell über einen Rückschnitt. Eine gute Gelegenheit, die Pflanze mit den abgeschnittenen Stecklingen direkt zu vermehren. Am besten macht an das im Frühjahr und Sommer. Dann besitzen die Mutterpflanzen genug starke und auch neue Triebe. Es sollten sich noch keine Blüten gebildet haben und die Triebe sollten noch weich und kräftig grün sein.

Da Stecklinge zu Beginn noch keine Wurzeln haben, benötigt man bei der Vermehrung eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit. Die benötigen die Pflanzen, um den Wasserverlust über die Blätter auszugleichen. Man kann die Stecklinge entweder in nasse Erde pflanzen und eine Art Haube oder direkt ein Gewächshaus verwenden. Oder aber man stellt sie in ein Glas Wasser und wartet, bis sich genug Wurzeln gebildet haben. Auch Stecklinge benötigen viel Wärme und Licht, allerdings kein direktes Sonnenlicht. Als Erde verwendet man lockere und humusreiche Anzuchterde, die es im Fachhandel gibt. Diese ist übrigens auch sehr gut für Saatgut.

Kräuter vermehren: Pflanzen aufteilen

Die meisten Kräuter freuen sich über mehr Platz, sobald sie groß gewachsen sind. Teilt man die Pflanze dann, gedeiht sie nicht nur besser, Sie erhalten auch gleich eine weitere Pflanze. Das funktioniert zum Beispiel super mit Oregano, Salbei oder Schnittlauch. Einfach mit einer kantigen Schaufel oder einem Spaten den gewünschten Teil abtrennen. Dabei sollte man allerdings nicht zu grob vorgehen, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden. Am besten lockert man den Wurzelballen etwas, bevor man ihn in neue Erde pflanzt. Danach gut gießen und auch etwas düngen. Das mögen vor allem Minze und Schnittlauch.

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