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Kannenpflanze: Diese Aufgabe haben die Kannen bei dem Fleischfresser

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Von: Joana Lück

Fleischfressende Pflanzen faszinieren viele Hobby-Gärtnerinnen und Hobby-Gärtner. Wir erklären, warum die Pflanze die bizarren Kannen besitzt.

München – Dass nicht nur Menschen und Tiere proteinhaltige Nahrung zu sich nehmen, beweisen fleischfressende Pflanzen. Diese Tatsache zusammen mit ihrem exotischen und faszinierenden Aussehen sorgen dafür, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene überaus fasziniert von den Karnivoren sind. Wir erklären, was die Kannenpflanze so hinterhältig macht.

Kannenpflanze: Diese Aufgabe haben die Kannen bei dem Fleischfresser

Sie werden in Ihrem Büro von lästigen Fruchtfliegen geplagt? Stellen Sie doch eine Kannenpflanze auf. Denn mit den Kannen fängt die Pflanze kleinere Insekten und kann sie mithilfe der in den Kannen enthaltenen Verdauungsflüssigkeit auch zersetzen. Die in Borneo und Sumatra beheimatete Kannenpflanze gehört vielleicht zu den weniger bekannten fleischfressenden Pflanzen, obwohl sie eine der größten ihrer Art ist. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, wie etwa der aggressiveren Venusfliegenfalle, ist sie ein passiver „Jäger“. Dafür braucht die hinterlistige Pflanze ihre Kannen:

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Kannenpflanzen (Nepenthes). (Symbolbild)
Kannenpflanzen sind die größten fleischfressenden Pflanzen. (Symbolbild) © Gfc Collection/Imago

Bei ausgewachsenen Kannenpflanzen erreichen die Kannen ein Fassungsvermögen von bis zu einem Liter. Man kann sich gut vorstellen, wie die Fleischfresser so in ihrer Heimat auch größere Insekten verschlingen können. Kannenpflanzen dürfen übrigens nicht gedüngt werden, denn sie bekommen alle Nährstoffe über ihre Blätter oder ihre Beutetiere, die ihnen in die Kanne fallen.

Kannenpflanze: So überlebt der Fleischfresser auch bei Ihnen

Die Sorte Bloody Mary ist mit ihren tiefroten Kannen eine der beliebtesten Sorten bei uns, gefolgt von Hookeriana und Louisa, deren Kannen behaart sind. Jedoch stellen sogar die robusteren Nepenthes-Sorten der Kannenpflante relativ hohe Anforderungen: Die Luftfeuchtigkeit muss für sie mindestens 60 Prozent oder mehr betragen, bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Sonne lieben sie zudem auch. Anhand der Ansprüche passt die Pflanze somit vielleicht doch besser in ein Gewächshaus, als in Ihr Büro.

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