Vorsicht vor Sonnenbrand

Jungpflanzen abhärten: So viel Zeit müssen Sie Ihren Pflanzen geben

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
    schließen

Jungpflanzen sind noch sehr empfindlich und Gartenfreunde dürfen sie nicht einfach nach draußen stellen. Eine langsame Gewöhnung an die neuen Temperaturen ist besser.

München – Schon vor einigen Monaten, als es draußen noch kalt und ungemütlich war, haben einige Gartenfreunde in liebevoller Kleinstarbeit Samen in Anzuchtschalen ausgesät und Keimlinge herangezogen. Nun ist es draußen warm genug und die Pflänzchen können allmählich ins Freie. Doch dabei müssen Gartenfreunde einige Dinge beachten, sonst gehen die Jungpflanzen schnell ein.

Jungpflanzen abhärten: So gewöhnen Sie sie langsam an andere Temperaturen

Während der ersten Monate im Jahr können Gärtnerinnen und Gärtner draußen meist noch nicht viel machen. Die Natur ruht und das ist auch gut so. Doch im Wohnzimmer auf der Fensterbank wachsen Keimlinge schon prächtig heran und Tomaten, Zucchini oder Gurken, aber auch Zierpflanzen sprießen unter den richtigen Bedingungen schon fleißig. Ende April ist dann allmählich die Zeit gekommen, die Jungpflanzen an ihre neue Umgebung in Freiheit zu gewöhnen.

Das ist laut kraut&rüben wichtig, damit die noch jungen Pflanzen ihren Stoffwechsel aktivieren und lernen, sich selbst gegen widrige Umstände wie Kälte, Sonnenschein und Wind zu schützen. Dabei verstärkt sich ihre Außenhaut, es lagern sich Schutzstoffe in ihren Blättern ein und der Wassergehalt ihrer Zellen sinkt. Daher schmeckt auch Gemüse, das im Freien wächst, intensiver als im Gewächshaus gezogenes Gemüse.

Jungpflanzen abhärten: So geht es Schritt für Schritt

Große Eile sollten Gartenfreunde dabei nicht haben, denn die Pflanzen brauchen Zeit, um sich an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen. Eine bis zwei Wochen sollten Gärtnerinnen und Gärtner den Jungpflanzen geben, um abzuhärten.

Beim Abhärten der Jungpflanzen gehen Sie dann wie folgt vor:

  • Etwa zwei Wochen bevor die Pflanzen ins Beet sollen, stellen Gartenfreunde sie tagsüber raus. Dabei dürfen sie aber nicht in der prallen Sonne stehen, sonst verbrennen sie sehr schnell. Der Schatten eines Hochbeetes, einer Hecke oder eines Baumes bietet sich dabei an.
  • Nachts holen Gartenfreunde die Pflanzen wieder herein, die kalten Nächte im Frühjahr würden die Jungpflanzen noch nicht vertragen. Werden auch die Nächte wärmer, hilft auch ein Vlies als Abdeckung, sodass die Pflanzen draußen stehen bleiben können*.
  • Regelmäßiges Gießen ist auch in der Zeit der Abhärtung sehr wichtig. Besonders bei Tomaten bietet es sich an, die Töpfe auf Untersetzer zu stellen und nur diese mit Wasser zu befüllen. Die Pflanzen saugen sich dann das benötigte Nass nach oben hin selbst. So kommt zudem kein Wasser auf die Blätter und das Risiko für Fäulnis oder Schimmel ist geringer.
  • Nach etwa anderthalb Wochen, wenn die Pflanzen schon kräftiger wirken, ist eine Düngung angebracht. Das stärkt die Pflanzen zusätzlich und lässt sie den Umzug ins Beet besser verkraften.

Handeln Gartenfreunde nach dieser Liste, sollte einem erfolgreichen Gemüseanbau mit kräftigen Jungpflanzen nichts mehr im Weg stehen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcel Lorenz / Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare