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Heidelbeeren anpflanzen: Das ist wichtig bei einer Pflanzung im Frühjahr

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Heidelbeersträucher können im Frühjahr und im Herbst in den Boden. Doch im Frühjahr müssen Gartenfreunde noch eine Sache beim Pflanzen beachten.

München – Heidelbeeren lassen sich nicht nur einfach naschen im Sommer, sie passen auch perfekt zu Kuchen, Obstsalat und Schlagsahne. Sie dürfen in keinem Naschgarten fehlen. Wollen Gartenfreunde im Frühjahr ihre grüne Oase um die Pflanze bereichern, müssen sie einige Dinge beachten. Denn im Frühjahr brauchen die Pflanzen noch einen extra Pflegeschritt, wenn sie im Sommer leckere Beeren tragen sollen.

Heidelbeeren anpflanzen: So gelingt es Ihnen im Frühjahr am besten

Leider können Gartenfreunde beim nächsten Spaziergang im Wald nicht einfach eine Heidelbeerpflanze ausgraben und bei sich im Garten anpflanzen. Das ist nicht nur verboten, sondern auch nicht von Erfolg gekrönt. Denn die Wildheidelbeere kommt mit den meisten Gartenböden nicht gut zurecht, da sie in der Regel auf Waldflächen, Heiden oder an weitaus extremeren Orten wachsen.

Deswegen müssen Gärtnerinnen und Gärtner wilde Heidelbeeren belassen, wo sie sind, und sich lieber für sogenannte Kulturheidelbeeren entscheiden. Kulturheidelbeeren sind eine Kreuzung aus der Amerikanischen Heidelbeere und anderen Arten. Sie gehören zur Familie der Heidekrautgewächse und im Gegensatz zur wilden Heidelbeere ist ihr Fruchtfleisch weiß, die Früchte an sich jedoch größer und runder und perfekt geeignet für ein Heidelbeer-Schichtdessert im Glas*.

Besonders empfehlenswerte Sorten für den Anbau im eigenen Garten sind laut kraut&rüben zum Beispiel:

  • Duke: Beeren Juni bis Juli
  • Polaris: Beeren Juni bis Juli
  • Earlyblue: Beeren von Juli bis August
  • Bluecrop: Beeren von Juli bis August
  • Poppins: Beeren von Juli bis August
  • Elliott: Beeren von August bis September
  • Goldtraube: Beeren von August bis September
  • North Blue: Beeren von Juli bis August
  • Sunshine Blue: Beeren von Juli bis August
  • Top Hat: Beeren von Juli bis August

Kulturheidelbeeren liefern in der Regel zwar weniger Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien als die wilde Form, jedoch sind sie weniger empfindlich gegen Kalk, bringen größere Ernteerträge und schmecken intensiver.

Heidelbeeren anpflanzen: Nicht ohne Partner am richtigen Standort

Haben sich Gartenfreunde für eine gute Sorte entschieden, sollten sie direkt zwei unterschiedliche Sorten kaufen. Das erhöht die Chance auf eine reiche Ernte. Zwar sind viele Sorten mittlerweile selbst befruchtend, doch bei zwei unterschiedlichen Sorten steigert sich der Ernteertrag dennoch deutlich spürbar.

Bevor es ans Ausheben des Pflanzlochs geht, müssen Gartenfreunde noch den richtigen Standort wählen. Der Boden muss nährstoffreich, humos und locker sein. Zudem vertragen Heidelbeeren kalkhaltigen Boden sehr schlecht, weswegen zum einen der pH-Wert des Bodens zwischen vier und fünf liegen sollte und zum anderen Gartenfreunde die Heidelbeeren immer mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser gießen sollten. Zu viel kalkhaltiges Gießwasser zerstört auf Dauer die Pflanze. Ein halbschattiges, feuchtes Plätzchen im Garten ist der richtige Standort für die Heidelbeere.

Heidelbeeren anpflanzen: Schritt für Schritt zum Heidelbeerglück

Stimmen Sorte und Ort, geht es los. Gärtnerinnen und Gärtner heben als erstes ein etwa 60 Zentimeter tiefes und einen Meter breites Loch aus. Danach legen Gartenfreunde ein Vlies in das Loch und füllen es mit Rhododendronerde. So mischt sich das Substrat nicht mit der herkömmlichen Gartenerde. Heidelbeeren brauchen einen sauren Boden, deswegen ist auch eine Düngung mit Kompost bei Heidelbeeren keine gute Idee.

Zwischen den einzelnen Pflanzen lassen Gärtnerinnen und Gärtner am besten anderthalb Meter Platz, sodass die Pflanzen genug Raum haben, um sich auszubreiten. Nun setzen sie die den Wurzelball ein, der Rand des Ballens sollte dabei noch etwa fünf Zentimeter über der Erde herausgucken. Zuletzt muss noch eine Schicht Rindenmulch rund um den Strauch verteilt werden, sodass der Boden feucht bleibt und nicht austrocknet.

Nun folgt noch das Angießen. Denn Heidelbeeren lieben ein feuchtes Umfeld, weswegen Pflanzenfans mit Gießwasser nicht sparen sollten. Auch nach den ersten Wochen ist regelmäßiges Gießen Pflicht. Eine Regentonne im Garten liefert dafür das Wasser und verhindert die sogenannte Kalk-Chlorose, eine Verkalkung der Wurzeln.

Heidelbeeren anpflanzen: Besonderheit im Frühjahr

Wer seine Heidebeersträucher im Frühjahr setzt, sollte alle Blüten des Strauches entfernen. Das unterstützt den Strauch insofern, als dass er sonst all seine Energie in die Bildung von Früchten setzen würde, obwohl er noch gar nicht richtig eingewurzelt ist. Außerdem müssen Gartenfreunde dann trotz Rindenmulchabdeckung keine Frostschäden an den Blüten mehr fürchten. In der Regel sollten Beerensträucher nämlich erst nach der Blüte gemulcht werden, sonst erfrieren die Blüten bei Frost im Frühjahr schnell, da die aufsteigende Bodenwärme fehlt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © H.-R. Mueller / Imago

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