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Gurken wässern: So verdirbt die Ernte, wenn Sie nicht genug gießen

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Von: Anna Katharina Küsters

Gurken brauchen besonders in ihrer Wachstumsphase regelmäßig und ausgiebig Wasser. Vergessen Gartenfans das, steht es schlecht um die Ernte.

Bonn – Gurken sind ein wunderbares Einsteiger-Gemüse für alle Frischlinge im Garten oder auf dem Balkon. Doch auch für erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner lohnt sich der Anbau von Gurken immer. Denn das Kürbisgewächs peppt nicht nur jeden Sommersalat auf, sondern schmeckt auch auf dem Butterbrot zwischendurch oder als gesunder Snack am Abend. Bei der Kultivierung der Gurken müssen Gartenfans aber besonders im Sommer darauf achten, immer ausreichend zu gießen.

Gurken wässern: So viel Wasser braucht Ihr Gemüse im Beet im Sommer

Gurken gehören zu den Kürbisgewächsen und sind somit enge Verwandte der Zucchini. Ihren Ursprung haben sie in Nordindien, wo sie laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) schon vor etwa 3.500 Jahren bekannt waren. In Europa bekamen sie aufgrund ihres bitteren Geschmacks erst im 16. Jahrhundert etwas Aufmerksamkeit, wo erst im 19. Jahrhundert die Züchtung richtig begann. Dann war es gelungen, Gurken mit wenigen Bitterstoffen zu züchten. Heutzutage schmecken Gurken nur noch bitter, wenn die Pflege nicht stimmt. Zu wenig Gießwasser kann beispielsweise ein Grund dafür sein.

Gurken wachsen sowohl im Beet als auch auf dem Balkon sehr gut heran, wenn sie eine Rankhilfe und die richtige Pflege bekommen. Sobald die Temperaturen konstant über 20 Grad Celsius sind, lassen sich Gurken erfolgreich aussäen*. Wichtig ist im Zusammenspiel mit der richtigen Gießmenge auch die Beschaffenheit des Bodens. Der sollte locker und humusreich sein, sodass die Gurke schnell genügend Nährstoffe aufnehmen kann. Staunässe schadet dem Kürbisgewächs. Ist die Erde jedoch allzu wasserdurchlässig, kann die Pflanze das Gießwasser nicht schnell genug aufnehmen. Ein guter Mittelweg ist also erforderlich.

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Zu sehen ist eine kleine, grüne Gurke an einer Gurkenpflanze, die von einer menschlichen Hand gehalten wird (Symbolbild).
Wachsen Früchte an der Gurkenpflanze, braucht sie viel Wasser (Symbolbild). © Konstantin Trubavin / Imago

Gurken wässern: In den frühen Morgenstunden gießen

Passen die Bodenbedingungen, geht es an die Feinarbeit. Am liebsten mögen es Gurken, wenn sie frühmorgens eine Portion Wasser bekommen. Das Gießwasser sollte dabei folgende Kriterien erfüllen:

Am besten funktioniert das Gießen also mit gesammeltem Regenwasser. Das ist nicht zu kalt und nicht zu warm und schreckt die etwas empfindliche Gurke nicht ab. Dazu eignet sich im Garten wie auch auf dem Balkon eine Regentonne. Als Faustregel gilt, dass pro wachsender Gurke eine Gurkenpflanze während der Wachstumsphase etwa zwölf Liter Wasser braucht. Diese Angabe zeigt schon, wie durstig die Pflanze ist. Es lohnt sich daher auch immer, Verdunstung zuvorzukommen und den Boden um die Gurke herum zu mulchen.

Beim Gießen sollten Gartenfans dann nur den Wurzelbereich, aber nicht die Blätter der Gurke bewässern. Sind die Blätter zu nass, entstehen schneller Pflanzenkrankheiten. In Kombination mit dem Gießwasser freut sich das Kürbisgewächs nach der Blüte auch über die Zugabe von Pflanzenjauche, sobald die ersten Früchte sichtbar sind. Denn der Starkzehrer entzieht dem Boden besonders während des Sommers schnell sämtliche Nährstoffe. Eine Düngerzugabe schadet also nicht. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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