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Gemüsesaatgut auswählen: So erkennen Sie direkt, ob der Samen qualitativ hochwertig ist

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Die Gartencenter haben wieder geöffnet, was so manchen Gartenliebhaber zum Kauf von Gemüsesaatgut animiert. Wer auf Qualität setzt, erhöht seine Chancen für eine gute Ernte.

Hamburg – Mittlerweile gibt es eine schier unüberblickbare Masse an Saatguttütchen in Gartencentern. Dabei den Überblick zu behalten, ist fast unmöglich. Einige Tipps, worauf Gartenfreunde zu achten haben, helfen aber dabei, die Auswahl etwas einzuschränken. Denn nur die Pflanzenfans, die wissen, welche Samen sie sich auf den Balkon oder in den Garten holen, werden auch langfristig damit glücklich.

Gemüsesaatgut auswählen: Darauf müssen Sie beim Kauf besonders achten

Anfänger in Sachen Selbstversorgung und Gemüsebeet sollten sich zuerst darüber klar sein, welche Gemüsesorten sie präferieren. Denn nicht jedes Samentütchen verspricht, ein großer Ernteerfolg zu sein. Bei kniffeligen und anspruchsvollen Gemüsesorten ist der Frust dann schnell groß und die Freude an der eigenen Anzucht geht verloren. Gut funktionieren beispielsweise auch beim allerersten Versuch, Radieschen und Salate. Tipps zum erfolgreichen Anbau von Tomaten gibt außerdem soester-anzeiger.de*.

Erfahrenere Gartenfreunde sollten Experimentierfreude mit in den Frühling bringen. Denn wer schon einige Jahre sein Gemüse selbst zieht, darf auch ruhig mal etwas wagen und ganz neue Sorten im Sortiment testen. Neben verschiedenfarbigen Möhren lassen sich auch neu entdeckte Gemüse-Ursorten probieren und das Gemüsebeet damit bestücken. Denn das bringt auch geschmackliche Abwechslung in die Küche.

Wer aus dem vergangenen Jahr noch ein paar restliche Gemüsesamen hat, kann noch schnell dessen Keimfähigkeit testen. Denn oftmals muss auch abgelaufenes Saatgut nicht in den Müll, sondern bringt noch gute Erträge. Zur Überprüfung ist eine Anzuchtschale mit feuchtem Küchenpapier nötig.

Gemüsesaatgut auswählen: Das bedeutet F1 und samenfest

Ist die Entscheidung für das Saatgut gefallen, entdecken Gartenfreunde auf den Tütchen oft die Bezeichnung F1. F1 bedeutet, dass Saatgutexpertinnen und -experten zwei verschiedene Pflanzensorten miteinander gekreuzt haben und das Tütchen die erste Generation dieser daraus entstehenden Nachkommen beinhaltet. Meistens entwickeln sich aus diesen Samen besonders ertragreiche oder ausdauernde Pflanzen, denn sie profitieren laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) von den guten Eigenschaften ihrer Elternpflanzen.

Um besonders leistungsfähige Pflanzen zu erhalten, kopieren Expertinnen und Experten die verschiedenen Elternpflanzen zuerst und entwickeln daraus die F1-Generation. Diese Hybridkreuzung zweier unterschiedlicher Pflanzen hat zur Folge, dass sich das Saatgut der F1-Generation nicht sortenrein vermehren lässt. Aus den Samen der F1-Generation entwickeln sich dann nur noch Gemüsepflanzen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Die ursprünglichen Stärken des Saatguts gehen also verloren.

Gartenfreunde, die auf diese Weise ihr Gemüse vermehren möchten, sollten samenfestes Saatgut kaufen. Das bedeutet, dass das Saatgut von zwei gleichen Pflanzensorten stammt. Die Samen tragen also die gleichen Eigenschaften wie die Elternpflanzen in sich. Mithilfe ihrer Samen lässt sich das gezogene Gemüse dann auch problemlos vermehren und es ist kein Kauf neuen Saatguts nötig. Besonders bei der Anzucht von Tomaten greifen viele Gärtnerinnen und Gärtner auf samenfestes Saatgut zurück, um ihr Saatgut für das Folgejahr selbst zu gewinnen.

Gemüsesaatgut auswählen: Aussaattermin und Mischkultur

Der Februar lädt dazu ein, sein Gemüsebeet zu planen und die Balkonkästen oder das Hochbeet allmählich zu bestücken. Beim Saatgutkauf sollten Gartenfreunde daher darauf achten, wann welches Gemüse in die Erde kann. In der Regel müssen Pflanzenfans im Januar und Februar das meiste Gemüse noch in einem Kalten Kasten beziehungsweise Mistbeet, also einem Frühbeet, oder auf der Fensterbank vorziehen. Der Aussaatkalender gibt einen Überblick darüber:

Daneben ist es außerdem wichtig, eine funktionierende Mischkultur für das Gemüsebeet zu planen. Denn nicht jede Pflanze verträgt jeden Pflanzen-Nachbarn und im schlechtesten Falle nehmen sich die Gemüsesorten gegenseitig die Nährstoffe weg. Bevor Gartenfreunde also ihr Gemüsesaatgut kaufen, müssen sie sich auch für die richtigen Kombinationen entscheiden. Dabei hilft es auch, sich vorher einen Katalog zu bestellen und diesen auf das passende Saatgut hin zu durchstöbern*. *merkur.de und soester-anzeiger.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Harald Walker via www.imago-images.de

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