1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern
  4. Anbau

Flohsamenschalen: Die gesunde Ballaststoffquelle und heimische Alternativen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Joana Lück

Ursprünglich von Menschen mit Unverträglichkeiten genutzt, entdecken immer mehr Gesundheitsbewusste den wertvollen Nutzen von Flohsamenschalen.

München – Gesundheit fängt im Darm an. Die dort ansässigen Bakterien haben nicht nur einen Einfluss auf Verdauung, sondern auch auf das gesamte Wohlbefinden. Denn die meisten Menschen nehmen in ihrer täglichen Ernährung viel zu wenig Ballaststoffe zu sich. Aber kann man Flohsamen auch hierzulande anbauen oder gibt es heimische Alternativen?

Flohsamenschalen: Die gesunde Ballaststoffquelle und heimische Alternativen

Flohsamenschalen sind die Samenhülsen der Psyllium-Pflanze. Sie kommt ursprünglich in den Wüstengebieten Nordafrikas und Südwestasiens vor. Sie helfen gegen Durchfall*, da sich die Flohsamenschalen im Darm bis auf ihr Zehnfaches vergrößern und Flüssigkeit binden. Das sind die Vorteile von Flohsamenschalen:

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Flohsamenschalen in einer weißen Porzellanschüssel. (Symbolbild)
Flohsamenschalen helfen gegen Verstopfung und Durchfall. (Symbolbild) © Heike Rau/Imago

Auch fördern Flohsamenschalen zudem das Wachstum darmfreundlicher Bakterien, während entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt schneller abklingen. Aber mehr als zwei Teelöffel sollte man pro Tag nicht zu sich nehmen, sonst kann es zu Verklebungen im Darm kommen. Die Flohsamenschalen kann man aber einfach ins Müsli einrühren, denn sie sind geschmacksneutral.

Flohsamenschalen: Leinsamen

Flohsamenschalen sind gesund, aber da die Pflanze hier nicht die richtigen Bedingungen findet, lohnt es sich, nach heimischen Alternativen Ausschau zu halten. Leinsamen haben beispielsweise mit 39 Gramm Ballaststoffen pro 100 Gramm ähnlich viel zu bieten und lassen sich auch hierzulande anbauen. Lein, lateinisch Linum usitatissimum, lässt sich problemlos im Garten oder auf dem Balkon kultivieren. Er ist eine relativ anspruchslose Pflanze, die nur wenig Pflege benötigt.

Die Aussaat des Leins sollte zwischen Ende März bis Anfang Mai sowohl im Freiland als auch in Töpfen erfolgen. Da Pflanze zu den Dunkelkeimern zählt, sollte sie die Saattiefe zwei bis drei Zentimeter betragen. Bei einer konstanten Keimtemperatur von etwa 18 Grad Celsius erscheinen nach etwa acht bis 15 Tagen die ersten Keimlinge. Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Leinpflanzen sollte etwa 25 Zentimeter betragen. Lein mag keine Staunässe. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant