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Erdbeeren verschärfen den Klimawandel: Das können Sie dagegen tun

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Von: Mattias Nemeth

Mittlerweile kann man Tomaten und Erdbeeren auch im Winter kaufen. Es gibt fast kein Gemüse mehr, auf das man warten muss. Aber diese Wintererdbeeren verschärfen den Klimawandel.

München – Der Supermarkt kennt bei Gemüse mittlerweile keine Saison mehr, außer vielleicht bei Spargel. Doch das hat auch seinen Preis und den muss die Umwelt bezahlen. Denn die Erdbeeren werden im Winter meist aus anderen Ländern importiert. Doch nicht nur die langen Transportwege sind ein großes Problem, sondern bereits der Anbau.

Erdbeeren verschärfen den Klimawandel: Das können Sie dagegen tun

Erdbeeren kommen im Winter meist aus Marokko, Ägypten, Israel, Neuseeland und vor allem aus Spanien. Von dort aus kommen sie per Flugzeug oder per Lkw hierher. Denn vor allem bei Erdbeeren muss es schnell gehen, denn ansonsten verderben sie durch Druckstellen. Natürlich belastet auch bereits dies enorm die Umwelt, aber der Anbau ist teilweise noch schlimmer.

So berichtet der Naturschutzbund (NABU) beispielsweise von den Farmen im Süden Spaniens und deren Erdbeeranbau. Dort werden die Früchte in Gewächshäusern und Feldern angebaut, um unter anderem nach Deutschland importiert zu werden. Nicht selten werden diese „Wintererdbeeren“ mit illegalen Brunnen bewässert. Das führt zu einem Absinken des Grundwasserspiegels. Wie der „NABU“ berichtet, stieß man in den 80er Jahren ab einer Tiefe zwischen fünf und sieben Metern auf Grundwasser. Heute müsse man 30 bis 40 Meter tief buddeln. Die Konsequenz: Dürren, unter denen nicht nur die Bevölkerung leidet. Auch der nahe gelegene Nationalpark ist gefährdet. Denn das Ökosystem des Feuchtgebiets, das im Winter von Millionen Zugvögel genutzt wird, ist von der Trockenheit stark gefährdet.

Erdbeeren in Plastikschalen. (Symbolbild)
Erdbeeren sind mittlerweile ganzjährig erhältlich, dank Importen. (Symbolbild) © Ashraf Amra/Imago

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Erdbeeren verschärfen den Klimawandel: Ihr Einkaufsverhalten macht den Unterschied

Dies geschieht aber nicht nur in Spanien, es passiert so ähnlich in vielen Ländern und ist der Preis für die dauerhafte Möglichkeit, nicht-saisonales Obst oder Gemüse im Supermarkt kaufen zu können. Sie können hier also etwas ändern, indem Sie:

Grundsätzlich ist selbst angebautes Gemüse und Obst nicht nur schmackhafter und vielseitiger, sondern enthält oft sogar noch mehr Vitamine und ist weniger belastet. Gleiches gilt auch für saisonales und regionales Gemüse und Obst, somit ist es nicht nur ein guter Schritt für die Umwelt, sondern auch für Sie. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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