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Chilis ohne Schärfe: Mildere Sorten speziell für Schärfemuffel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mattias Nemeth

Menschen, die keine Schärfe vertragen, kennen meist nicht den facettenreichen und sogar fruchtigen Geschmack von Chilis. Aber es gibt auch Chilis ganz ohne Schärfe.

München – Es ist ein Widerspruch: Während der Geschmack zum Weiteressen einlädt, macht es einem die zunehmende Schärfe, die sich im Mund ausbreitet, schwer. Viele kennen dieses Phänomen. Denn nicht jeder Mensch nimmt Schärfe gleich intensiv wahr. Manche reagieren empfindlicher und andere merken sie überhaupt nicht. Genauso unterschiedlich wie die Verträglichkeit ist auch der Schärfegrad der Chilis. Es gibt höllisch scharfe Sorten, aber auch Sorten, die keinerlei Schärfe haben.

Chilis ohne Schärfe: Diese milden Sorten sind ideal für Schärfemuffel

Natürlich gibt es auch Paprika, die meist schärfefreie Weiterzucht der Chilis. Aber auch durch die moderne Zucht gibt es immer mehr Chili-Sorten, die keinerlei oder kaum Schärfe in sich tragen. Besonders hervorzuheben sind folgende Sorten:

Eine ganz besondere, schärfefreie Chilis ist die Super Giant Sardegna Yellow Chili. Diese hat eine Paprikaform, aber kann sogar deutlicher größer werden als die meisten Paprikasorten.

Eine Nahaufnahme einer reifen, gelben, tropfenförmige Chilischoten an einer Chilipflanze. (Symbolbild)
Chilis sind auch unterschiedlich scharf beziehungsweise mild. (Symbolbild) © Dominik Kindermann/Imago

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Chilis ohne Schärfe: Das müssen Sie dabei beachten

Aber die Sortenauswahl alleine ist kein Garant für einen Schutz vor der Schärfe. Es kommt auch auf die Anzucht der Chili an. Denn tatsächlich kann es durch den ein oder anderen Fehler in der Aufzucht zu einer gewissen Schärfe kommen. So zum Beispiel sollte man milde und scharfe Chilis nicht nebeneinander pflanzen. Denn diese können sich kreuzen, dann wird der milde Chili scharf oder andersherum. Aber Chilis gehen auch in den Konkurrenzkampf, was die Schärfe angeht. Pflanzt man Chilis nebeneinander, die verschiedene Schärfegrade haben, dann kann man beobachten, dass die mildere Sorte deutlich schärfer wird als gewöhnlich.

Ein weiterer Faktor ist der Stress. Ist die Chilipflanze gestresst, dann entwickelt sie auch Schärfe, denn diese ist ein Abwehrmechanismus. Stress bedeutet zu wenig gießen, fehlende Nährstoffe, dauerhafte Blätterbewegung oder Schädlingsbefall. Je besser Sie Ihre Chilipflanzen pflegen, desto geringer ist die Schärfe. Wurmhumus enthält auch Stoffe, der die Produktion von Capsaicin, also den Schärfestoff der Chili anregt. Also sollte auf diesen Dünger für milde Chilis verzichtet werden. Beachten Sie diese Tipps, haben Sie bald ein köstliches Chilibeet ganz ohne Schärfe, aber dafür mit umso mehr Geschmack. Milde Chilis können übrigens ab Mitte Februar bis Anfang März ausgesät werden, wie kraut&rüben berichtet. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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