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Bohnen pflanzen: Deswegen brauchen die Pflanzen den richtigen Beetpartner

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Von: Anna Katharina Küsters

Bohnen sind genügsame Pflanzen, die überall ranken, wo Gartenfans ihnen ein Rankgerüst zur Verfügung stellen. In einer Mischkultur gedeihen sie noch besser.

Hamburg – Der Frühsommer ist da und das bedeutet für viele Gartenfreunde, dass sie nun im Beet Salat und Radieschen ersetzen durch Tomaten und Bohnen. Denn sowohl Tomaten als auch Bohnen brauchen es in der Regel etwas wärmer als die schnell wachsenden Radieschen. Setzen Gärtnerinnen und Gärtner die vorgezogenen Bohnenpflanzen zu früh ins Freie, ist die Gefahr groß, dass sie an Frostschäden eingehen. Der Juni ist nun der richtige Zeitpunkt, um die jungen Bohnenpflanzen ins Beet zu setzen.

Bohnen pflanzen: Darum ist im Juni der richtige Zeitpunkt gekommen

Die Bohnensorte ist entscheidend für die weitere Pflege der Pflanzen. Unterscheiden können Gartenfreunde zwischen:

Buschbohnen machen es Pfanzenfans einfach, sie wachsen laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) wie ihr Name schon verrät buschförmig und überschreiten eine Höhe von 50 Zentimetern in der Regel nicht. Anders sieht es bei Stange- und Feuerbohnen aus. Bei ihrer Pflanzung ist ein Rankgerüst Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ernte. Die Pflanzen wachsen im Sommer kräftig nach oben, teilweise sogar bis in Höhen von drei Metern.

Für die Rankhilfe eignen sich verschiedene Materialien. So zum Beispiel Bambusstangen, aber auch geschälte Fichtenstangen. Die Stangen stecken Gartenfreunde dabei ungefähr 60 Zentimeter tief in die Erde und bauen sie über Kreuz wie ein Zelt auf, sodass die oberen Enden zusammengebunden werden können. Obendrauf legen Pflanzenfans quer dann noch mal eine lange Stange, sie stabilisiert das Gerüst.

Bohnen pflanzen: So gehen Sie vor

Das Gerüst ist die Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Pflanzen und Kultivieren der Stangen- und Feuerbohnen. An jede der Gerüststangen setzen Gartenfreunde nun ein bis zwei vorgezogene Bohnenpflanzen. Wer noch keine Jungpflanzen bereit hat, sät einfach direkt rund um die Gerüststangen etwa fünf bis sechs Bohnensamen ein. Laut dem NDR verkürzt es die Keimzeit um bis zu zehn Tage, wenn Gärtnerinnen und Gärtner die Bohnensamen vor dem Auspflanzen eine Zeit lang in Wasser, Kamillentee oder Milch einweichen.

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Grundsätzlich mögen es Bohnen eher windgeschützt und sonnig. Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) ist es nicht nötig, die Jungpflanzen nochmals zu düngen. Bohnenpflanzen sind nämlich in der Lage, mithilfe von Knöllchen-Bakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und sich somit selbst mit dem Nährstoff zu versorgen. Um Bohnen vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen, empfiehlt es sich, eine Mischkultur mit Mais und Kürbispflanzen zu gestalten. Das stärkt die Pflanzen und erhöht die Ernteerträge.

Bohnen pflanzen: Zu diesem Zeitpunkt sind die Schoten erntereif

Die Bohnen brauchen Zeit, um ihre Schoten den Sommer über entwickeln zu können. In der Regel sind die Schoten etwa vier Monate nach Pflanzung zur Ernte bereit. Ein einfacher Test zeigt, ob die Schoten schon essbar sind: Gärtnerinnen und Gärtner brechen eine Schote durch und betrachten die Bruchstelle. Ist die glatt und das Innere grün, können die restlichen Bohnenschoten auch geerntet werden. Zu lange dürfen Pflanzenfans nämlich auch nicht warten, sonst leidet darunter der Geschmack der Bohnen. Roh sollten Gartenfreunde die Schoten jedoch niemals verzehren, denn die Bohnen enthalten giftige Blausäure*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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